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Ab morgen auf Netflix: „The Boys in the Band“ Remake

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Zuletzt aktualisiert am 03/10/2020

Im Rahmen seines Riesendeals mit Netflix, den wir bereits in unserer Besprechung zur ersten Staffel von The Politician erwähnten, macht Ryan Murphy sich an einen so faszinierenden wie wegweisenden und schwierigen Stoff: Das Off-Broadway-Stück The Boys on the Band aus dem Jahre 1968 von Mart Crowley, bereits 1970 von William Friedkin verfilmt und 2018 zum 50-jährigen Jubiläum unter der Regie von Joe Mantello für den Broadway neu inszeniert. 

Joe Mantello inszenierte nun auch die ab dem 30. September bei Netflix verfügbare Neuverfilmung, komplett besetzt mit homosexuellen Schauspielern. Sie alle wirkten bereits am Broadway-Revival mit, das 2019 den Tony Award für das Beste wiederaufgeführte Stück gewann. 

Alkoholgeschwängert und garstig

Partyvorbereitungen: Jim Parsons als Michael und Matt Bomer als Donald. // © Scott Everett White/NETFLIX, 2020

In dem Stück, beziehungsweise dem Film, geht es um eine Gruppe von schwulen Freunden, die sich anlässlich des Geburtstags von Harold (Zachary Quinto) im Apartment von Michael (Jim Parsons) an der Upper East Side in New York City zum Feiern verabreden. Michael lädt spontan seinen ehemaligen, wohl heterosexuellen, Kommilitonen Alan (Brian Hutchinson) ein, für den er schon damals schwärmte und von dem es hieß, er sei ein verkappter Schwuler. Nach und nach treffen die weiteren Gäste ein und alkoholgeschwängert treten Verletzungen und Konflikte zu Tage, die lange unterdrückt wurden. Einige werden verbal, andere auch physisch ausgetragen. Schließlich denkt sich Michael ein Spiel aus, das eine aufwühlende Wendung nehmen soll…

Dass Ryan Murphy nicht vor komplizierten Stoffen zurückschreckt, ist nichts Neues. Dass es ihm allerdings nicht immer gelingt, diese in kreativer Verantwortung gekonnt umzusetzen, ebensowenig. Die bisherigen Vorab-Besprechungen und die Lobpreisungen des Theaterstücks lassen allerdings vermuten, dass die leicht erneuerte Umsetzung des Stoffes gelungen sein wird. Murphy fungiert zwar als Produzent, geschrieben wurde das Skript allerdings vom Schaffer des Stücks Mart Crowley, unterstützt wurde er von Ned Martel.

Pralle Besetzung

Der Abend verläuft anders als erwartet: Jim Parsons als Michael, Brian Hutchison als Alan und Tuc Watkins als Hank. // © Scott Everett White/NETFLIX, 2020

In der Besetzung des sicherlich bissigen Kammerspiels begegnen wir neben Jim Parsons (zuletzt auch mit Hollywood zum Murphy-Kreis gehörend) und Zachary Quinto unter anderem Matt Bomer, Andres Rannells (The New Normal), Charlie Carver (als Stripper namens Cowboy), Robin de Jesús, Michael Benjamin Washington (Ratched) und Tuc Watkins (im echten Leben der Partner von Andrew Rannells).

Wir sind so gespannt, wie ihr es sicherlich auch seid! Unsere Besprechung der Neuverfilmung findet ihr zum Wochenende natürlich bei uns. 

Seht hier noch den Trailer:

Love & Peace ❤️✌️🌈

Eure queer-reviewer

Beitragsbild: Die Besetzung in der hinteren Reihe: Robin De Jesús, Michael Benjamin Washington, Matt Bomer, Jim Parsons, Zachary Quinto, Charlie Carver, Tuc Watkins, Andrew Rannells, Brian Hutchison; vorn: Regisseur Joe Mantello und Autor Mart Crowley // © Brian Bowen Smith/NETFLIX, 2020

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