Belletristik

Hier findet ihr alle Besprechungen belletristischer, lyrischer und poetischer Bücher alphabetisch nach Autor*innen sortiert. Bei queeren Inhalten haben wir ein „Q“ mit angegeben. Alternativ könnt ihr natürlich die Suchfunktion nutzen oder einfach fröhlich durch unser Online-Magazin wurschteln. Was wir empfehlen.

  • Acar, Cihan: Hawaii // Wollhaus statt Waikiki.
  • Albertalli, Becky & Silvera, Adam: Was ist mit uns? // Q // Vom Suchen, Finden und Halten der Liebe im New York des Gossip-Girl-Zeitalters.
  • Alesmael, Khalid: Selamlik // Q // Ein Collagenroman voller Schönheit, Angst und Gewalt.
  • Arnautović, Ljuba: Junischnee // Die österreichische Autorin Ljuba Arnautović erzählt in ihrem Roman „Junischnee“ die Geschichte ihrer Familie zwischen Österreich und der Sowjetunion, Krieg und Terror.
  • Ayim, Nana Oforiatta: Wir Gotteskinder // Der Debütroman von Nana Oforiatta Ayim interessiert durch verspielte Vielschichtigkeit, beeindruckt durch emotionale Tiefe und fasziniert als kulturelles Lehrstück. 
  • Barta, Dominik: Vom Land // Q // Eine kurze und anregende Geschichte über die Höhen und Tiefen des heutigen Dorflebens.
  • Besson, Philippe: Hör auf zu lügen // Q // Die Geschichte einer Jugendliebe und eines verpassten Coming-Outs.
  • Bundo, Marlon (mit Jill Twiss): A Day in the Life of Marlon Bundo // Q // Marlon Bundo ist ein einsam hoppelndes Kaninchen… Bis er ein weiteres Kaninchen findet. Doch die Stinkwanze sagt: Zwei männliche Kaninchen gehören einfach nicht zusammen!
  • Bužarovska, Rumena: Mein Mann – Stories // Die nordmazedonische Autorin Rumena Bužarovska beschreibt in ihrem elf Kurzgeschichten umfassenden Buch „Mein Mann“, welche Demütigungen verheiratete Frauen teils heute noch erdulden müssen. Am Ende mag man zwar wohl weder Frau noch Mann, aber ist auf jeden Fall gut unterhalten und hat Grund zur Reflexion.
  • Cruz, Mario: Der Prinz // Q // Die Wiederentdeckung des chilenischen Untergrund-Hits aus den 70er-Jahren um freie Liebe und harte Gewalt in einem Gefängnis.
  • Daas, Fatima: Die jüngste Tochter // Q // Der Debütroman von Fatima Daas weiß über weite Strecken zu beeindrucken, im Experimentellen noch knapp am Prätentiösen vorbeizukommen, enttäuscht aber mit einem klischeetriefenden Ende.
  • Dorn, Thea: Trost – Briefe an Max // Was spendet uns Trost? Diese Frage stellt sich angesichts von Corona mit großer Aktualität. Thea Dorn greift das Thema in ihrem Buch auf, in dem die Journalistin Johanna den Tod ihrer Mutter durch Corona im Briefwechsel mit ihrem philosophischen Lehrer Max verarbeitet.
  • Eika, Jonas: Nach der Sonne // Q // Kaum ein Buch hat einen unserer Rezensenten so aufgewühlt, beschäftigt, mitgenommen und getragen wie dieses. Obwohl sich kaum Worte finden ließen, hat er ein paar Gedanken notiert.
  • Emezi, Akwaeke: Der Tod des Vivek Oji // Q // Eine Geschichte so düster wie galant.
  • Fang Fang: Weiches Begräbnis // Eine Geschichte über das Vergessen und Erinnern, über die kommunistische Bodenreform 1949 – 1952 in China.
  • Fredrich, Benjamin: Die Redaktion // Wer ein Unternehmen gründet, hat viel zu erzählen. Benjamin Fredrich hat das getan und einen Roman über die Gründung und den Aufbau seines Kartenmagazins Katapult in Greifswald geschrieben, der direkt zu einer Debatte führte. Das Buch ist informativ, aber die geäußerte Kritik ist nicht ganz unberechtigt.
  • Grabovac, Alem: Das achte Kind // Eine Autofiktion, ein Familienroman, die Geschichte einer Findung.
  • Grigorcea, Dana: Die nicht sterben // Der für den Deutschen Buchpreis 2021 nominierte Roman der schweizerisch-rumänischen Autorin Dana Grigorcea verhandelt Fragen von Moral, Aufbruch und Gerechtigkeit. Sprachlich exzellent verwebt sie das mit einer Vampirgeschichte, die den Spiegel ganz nah heranrückt.
  • Heckler, Bernhard: Das Liebesleben der Pinguine // Q // Bernhard Hecklers Roman „Das Liebesleben der Pinguine“ hat neben tierischen Gastauftritten eine stringente, wenn auch wohl nicht primär auf Spannung ausgelegteHandlung zu bieten.
  • Hirschl, Elias: Salonfähig // Perfektion ohne Moral; Inanspruchnahme ohne Gewissen. Eine böse, pointierte und schreiende Geschichte über den Glanz und das Funkeln von Flächen, Visionen und Blut. 
  • Jedrowski, Tomasz: Im Wasser sind wir schwerelos // Q // Ein beeindruckendes, berührendes und bedeutendes Buch, das Liebe in einem zeitgeschichtlich aufgeladenen Kontext schildert und unaufdringlich große Fragen aufwirft.
  • Kapitelman, Dmitrij: Eine Formalie in Kiew // Katzenjammer in Kiew: Deutsche Bürokratie trifft auf das um Elemente der Korruption angereicherte Pendant in der Ukraine. Dmitrij Kapitelman erzählt von seinen Erfahrungen mit ukrainischen Behörden und Gesundheitseinrichtungen als er zuerst Eine Formalie in Kiew erledigt und sich anschließend um die Behandlung seines erkrankten Vaters kümmern muss. Eine Geschichte von Migration, Identität und so mancher Wahrheit.
  • King, Stephen: Später // Q // Mit „Später“ knüpft Stephen King an seine Coming-of-Age-Geschichten wie „Das Mädchen“ und „Stand By Me“ an. Leider reicht die neue Geschichte nicht an jene heran, unterhaltsam und charmant ist sie aber allemal.
  • Louis, Édouard: Das Ende von Eddy // Q // Die Parabel einer Befreiung.
  • Marfutova, Yulia: Der Himmel vor hundert Jahren // Russland vor hundert Jahren. Ein einfaches Leben, abgeschieden und idyllisch, aber dennoch nicht von der Außenwelt abgeschottet. Yulia Marfutova illustriert das einfache Leben in einer komplexen Welt in ihrem für den Deutschen Buchpreis 2021 nominierten Roman.
  • McQuiston, Casey: Royal Blue // Q // Es sollte wohl ein modernes Märchen, eine leicht eskapistische Geschichte mit realen Bezügen und uns nahen Charakteren sein. Der Realitätsbezug passt insofern, als dass das Buch besser aussieht, als es ist. Eine der Leseenttäuschungen des letzten Jahres.
  • Oforiatta Ayim, Nana: Wir Gotteskinder // Der Debütroman von Nana Oforiatta Ayim interessiert durch verspielte Vielschichtigkeit, beeindruckt durch emotionale Tiefe und fasziniert als kulturelles Lehrstück. 
  • Patjabbers: Vielleicht liebst du mich übermorgen – Toxische Gefühle // Q // Die sehr autobiografische Geschichte einer schwulen Jugend, der ersten Liebe und dem Risiko, sich selbst zu verlieren.
  • Rooney, Sally: Normale Menschen // Was ist normal? Und wer entscheidet darüber? Das wird in Sally Rooneys Roman „Normale Menschen“ zwar nicht beantwortet, wohl aber, wie „normal“ eine On-Off-Beziehung sein kann.
  • Russo, Richard: Sh*tshow // Eine doppelbödige Geschichte um Wahrnehmung, Wirklichkeit und das Entgleiten der eigenen Welt.
  • Schreiber, Constantin: Die Kandidatin // Ein unterhaltsames Buch, das unter anderem als Beitrag zum ständigen Abwägen von Freiheiten und dem Ringen um Debattenformen verstanden werden und als geistesweckende Satire gelesen werden darf.
  • Silvera, Adam & Albertalli, Becky: Was ist mit uns? // Q // Vom Suchen, Finden und Halten der Liebe im New York des Gossip-Girl-Zeitalters.
  • Statovci, Pajtim: Grenzgänge // Q // Die Suche nach der eigenen Identität geht oft mit einer Flucht einher. In seinem ersten auf Deutsch übersetzten Werk verknüpft der kosovarisch-finnische Autor Pajtim Statovci ganz wunderbar diese beiden Themen auf Basis eines transsexuellen Hauptcharakters.
  • Stephan, Dennis: Und in mir ein Ozean // Q // Ein Roman voller Schönheit über die Suche nach sich selbst und die Wucht des Lebens.
  • Strunk, Heinz: Es ist immer so schön mit dir // Strunks Roman erzählt von einer toxischen Beziehung, einem nicht gerade sympathischen Charakter und lädt an manchen Stellen zum Fremdschämen ein. Das Buch hat es nicht von der Long- auf die Shortlist des diesjährigen Buchpreises geschafft – eine gute Wahl.
  • Stuart, Scott: Mein Schatten ist PINK // Q // Ein warmes, buntes und lebendiges Bilderbuch, das nicht nur Kindern helfen kann sich zu akzeptieren und ebenso Akzeptanz zu lernen und zu leben, sondern sicherlich auch so einigen der älteren Semester dabei hilfreich sein kann.
  • Ulitzkaja, Ljudmila: Eine Seuche in der Stadt // Nach einem Pestausbruch im stalinistischen Moskau setzt der Geheimdienst NKWD all seine Mittel in Bewegung, um die Infektionskette zu brechen. Ljudmila Ulitzkajas Theaterskript „Eine Seuche in der Stadt“ illustriert ganz wunderbar die Chancen und vor allem die Gefahren von totaler Überwachung. Angesichts von Corona könnte das nicht aktueller sein.
  • van Dijk, Lutz: Kampala – Hamburg. Roman einer Flucht // Q // Die fiktive, aber realistische Geschichte einer Flucht vor Homohass, Bigotterie und Gewalt aus Uganda – mit all ihren brutalen Schattenseiten.
  • von Schirach, Ferdinand: GOTT – Ein Theaterstück // Das argumentative Theaterstück zum Thema Sterbehilfe.
  • Wells, Benedict: Die Wahrheit über das Lügen – Zehn Geschichten aus zehn Jahren // Benedict Wells‘ Geschichtensammlung bietet sowohl leichte Unterhaltung als auch Geschichten, die zum Nachdenken anregen. Über das Leben, den Tod, Erfolg, Kunst und eine/n selbst.

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