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Corona-Krise – Was nun, was tun?

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Zuletzt aktualisiert am 23. März 2020

Die Corona-Krise hat Deutschland mittlerweile fest im Griff und alle fürchten sich vor der drohenden Ausgangssperre. Die Gesellschaft ist verunsichert: Klopapier, Nudeln, Mehl und Konserven gibt es an manchen Orten kaum mehr und außer den Herstellern dieser Güter steht die Wirtschaft vor einer Rezession. Und nun gibt es in einigen Teilen Deutschlands bereits Ausgangsbeschränkungen (wir sagen nicht „Sperre“!). Fast alle Geschäfte, Kneipen und derlei bleiben geschlossen und mit einiger Wahrscheinlichkeit wird am morgigen Sonntag bekanntgegeben, dass die sogenannten Ausgangsbeschränkungen auf das gesamte Land ausgeweitet werden.

Die Vertreter der wichtigsten Wirtschaftsinstitute haben bereits vor mehr als einer Woche über weltanschauliche Grenzen hinweg eine Analyse der Situation und Forderungen an die Bundesregierung aufgestellt, wie auf die Krise reagiert werden sollte. Wir haben uns auch einige Gedanken gemacht und haben ein paar Vorschläge, wie jeder Stand jetzt einen kleinen Beitrag dazu leisten kann, aus dieser Krise zumindest einen kleinen Nutzen zu ziehen und nicht nach vierundzwanzig Stunden in den eigenen vier Wänden die Welt zu hassen.

  1. Essen klug verwerten lassen: Die meisten Restaurants haben bereits geschlossen, aber quasi alle Gastronomen klagen über Umsatzeinbußen. Für viele Restaurants kann das existenzbedrohend sein. Einige bieten dennoch weiterhin eine Abholung vor Ort oder auch die Lieferung an. Über die App Too Good To Go gibt es die Möglichkeit, übrig gebliebene Mahlzeiten gegen Ladenschluss vergünstigt einzusammeln und der Lebensmittelverschwendung ein Schnippchen zu schlagen. Außerdem entspannt es die Lage auf dem angespannten Nudelmarkt.
  2. Essen klug verwerten: Alternativ könnt Ihr auch einfach selber Hand anlegen – es müssen ja nicht ausschließlich Dosen-Ravioli und Mehlpackungen sein. Frische Zutaten gab und gibt es in den Supermärkten nach wie vor ebenso, Kartoffeln sind immer ein Renner und eine Zwiebelsuppe französischer Art lässt jedwede Krise prompt erträglicher schmecken. Im Netz gibt es zuhauf Rezepte und dieses Kochbuch, das Euch jemand Wohlmeinendes vor-vor-vor-letzte Weihnachten geschenkt hat, muss ja auch nicht nur zum Einstauben da sein.
  3. Heimwerkern: Baumärkte sind aktuell in den meisten Teilen Deutschlands noch geöffnet. Wer also immer schon daran dachte, ein Zimmer neu zu streichen, vorhandene (nicht-schwedische) Möbel zu restaurieren oder ggf. etwas im Garten tun möchte, solche Tätigkeiten schiebt man gerne auf und können nun als sinnvolle Beschäftigungstherapie dienen. Außerdem klagen viele Messebauer o. ä. derzeit über Umsatzeinbußen wegen der vielen abgesagten Branchentreffen. Vielleicht gibt es die Möglichkeit, die frei werdenden Kapazitäten zum Beispiel für die Renovierung von Gebäuden zu nutzen.
  4. Mediatheken durchforsten: Die öffentlich-rechtlichen Sender sollen laut Vorschlag der zuständigen Kommission KEF ab Januar 2021 einen höheren Rundfunkbeitrag bekommen. Das hat in der öffentlichen Debatte schon sehr viel Wirbel ausgelöst. Nichtsdestoweniger wird einem bereits heute sehr viel für diese Gebühren geboten. Das ZDF warb jüngst mit Unterleuten, einer Verfilmung des Bestsellers von Juli Zeh über ein fiktives brandenburgisches Dorf, das sich mit geplanten Windrädern und der eigenen Geschichte auseinandersetzen muss. Vor kurzem gab es außerdem die zweite Staffel der Erfolgsserie Bad Banks, zu der wir in wenigen Tagen hier etwas ausführlicher berichten. Die ARD wiederum bereitet sich auf die letzte Folge der Lindenstraße am 29. März vor. Damit geht bald ein großes Stück deutscher Kulturgeschichte verloren. Aber auch darüber hinaus gibt es ein breites Programm und viele informative Sendungen, die dort abgerufen werden können und mit denen jeder seine politische Bildung ein wenig aufbessern kann. Netflix, in diesen Zeiten mit weniger „Chill“, bietet auch ein solides Unterhaltungsprogramm, z.B. The King mit sexy Timothée Chalamet, die Serie The Politician von Ryan Murphy und die zweite Staffel von Sex Education.
  5. Bücher lesen: Auch die Leipziger Buchmesse fiel Covid-19 zum Opfer, aber Bücher gibt es dennoch zur Genüge. Man kann sich mit Klassikern auseinander setzen oder eben auch mit neuen Werken. Passend zur aktuellen Situation haben wir die Biografie des bereits genannten Jens Spahn, der als Bundesgesundheitsminister die derzeitige Krise federführend managt, einen Diskussionsbeitrag des Wehrbeauftragten Hans-Peter Bartels und ein paar weitere Bücher gelesen. Unsere Einschätzungen hierzu findet ihr ebenfalls bereits jetzt oder bald auf unserer Seite. Ungeachtet dessen sei jede und jeder dazu ermutigt, ein Buch zu kaufen und so die Literaten der Republik zu unterstützen und mit Marlon Bundo kann man direkt was Gutes tun.
  6. Strom- und Gasanbieter wechseln: Es ist sehr einfach, seinen Strom- oder Gasanbieter zu wechseln. Leider haben es sehr viele Menschen bis heute nicht getan und werden von ihrem teuren Grundversorger beliefert – Einsparungen von mehreren hundert Euro jährlich sollen möglich sein. Es gibt bekannte Websites, die den Wechsel sehr einfach machen. Mit ein bisschen Recherche kann jeder die Zeit nutzen, um ein wenig Geld zu sparen.

Es gibt also vielerlei Möglichkeiten, wie man sich angesichts der aktuellen Krise verhalten kann und dazu gleichzeitig einen kleinen Beitrag zu deren Überwindung leisten kann – oder zumindest etwas schlauer aus der aktuellen Situation oder sogar einer Quarantäne herauskommen kann. Das Wichtigste scheint es aber natürlich dennoch zu sein, die grundsätzlichen Verhaltensregeln (regelmäßig Hände waschen, Sicherheitsabstand zu kranken Menschen, große Menschenmengen meiden, keine Panik bekommen und im Zweifel einfach den gesunden Menschenverstand einzuschalten) zu befolgen. Die Webseiten des Robert-Koch-Instituts sowie des Bundesministeriums für Gesundheit bieten ebenfalls eine gute Lektüre, um gesund und sicher durch die aktuelle Krise zu kommen.

Beste Grüße und nicht durchdrehen – Eure Little Queer Reviewer

Und denkt dran – Hände waschen!

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