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Diverstität wird im Auswärtigen Amt großgeschrieben

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Zuletzt aktualisiert am 15/07/2020

In seiner Antwort (19/20535) auf eine Kleine Anfrage der immer anfragewilligen AfD-Fraktion (19/20093) hat die Bundesregierung angegeben, dass sie sich in der Verantwortung sehe die kulturelle Vielfalt in den eigenen Reihen und ihrer Verwaltung widerzuspiegeln und sich daher zu einer vielfaltsorientierten Personalpolitik bekenne. „Darüber hinaus ist es ihr Ziel, ein inklusives Arbeitsumfeld zu schaffen, in dem alle Mitarbeitenden unabhängig von den in Artikel 3 Absatz 3 Grundgesetz genannten Merkmalen Wertschätzung und Anerkennung erfahren“, heißt es weiter.

Das Auswärtige Amt, das durch lokale Beschäftigte an seinen etwa 5.700 Auslandsvertretungen ohnehin vielfältig aufgestellt ist, fühle sich diesem Ziel auf besondere Weise verpflichtet. Es sei somit bereits durch eine hohe Vielfalt an Ethnien, Sprachen, Religionen und Weltanschauung geprägt. Weiter sehe das AA Vielfalt als Potential und Chance und orientiere sich im Rahmen der Förderung der Vielfalt seiner Belegschaft an den in § 1 AGG (Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz) genannten Merkmalen, betrachte diese Aufzählung aber nicht als abschießend. 

Durch die Tatsache, dass das Auswärtige Amt die Bundesrepublik Deutschland im Ausland repräsentiere, folge eine besondere Verpflichtung, der zunehmenden Diversität der deutschen Gesellschaft Rechnung zu tragen. Die Schaffung eines inklusiven Arbeitsumfelds unterstützten die obersten Bundesbehörden Beschäftigungsnetzwerke, die sich für Diversität und Inklusion einsetzen. Zu diesen Netzwerken gehöre auch das Netzwerk Diplomats of Color im Auswärtigen Amt, das sich zum Ziel gesetzt hat, Diversität und das Diversitätsmanagement im Auswärtigen Amt zu fördern und bei der Sensibilisierung der Belegschaft für die Problemfelder Rassismus und Diskriminierung zu unterstützen.

Das Auswärtige Amt sehe sich mit seinen Zielen im Einklang mit der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte und dem Grundgesetz. Die Förderung der interkulturellen Öffnung in der Bundesverwaltung sei ein zentrales Ziel der Bundesregierung.

AS/hib

  1. […] Die AfD-Bundestagsfraktion versucht hier eine Ungleichbehandlung zugunsten einer, streng genommen gar zweier, Minderheiten „aufzudecken“, wo es nichts aufzudecken gibt und möchte eine große Ungerechtigkeitsfrage daraus basteln. Mal wieder Diplomats of Color mit einzubeziehen ist natürlich naheliegend, da sich die AG eben auch für Diversität und Co. einsetzt. Dazu hatte die AfD-Fraktion im Übrigen bereits zum Sommeranfang eine Anfrage gestellt, auch darüber und die Antwort der Bundesregierung hatten wir kurz berichtet.  […]

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