Drücke „Enter”, um zum Inhalt zu springen.

François Arnaud: Coming-Out zum Celebrate Bisexuality Day

0

Der kanadische Schauspieler François Arnaud hat sich über seinen Instagram-Account als bisexuell geoutet. Der aus Serien wie UnReal, Die Borgias und einer Folge Schitt’s Creek (Sebastian Raine) bekannte Arnaud tat dies zeitlich passend zum am heutigen Mittwoch stattfindenden Bi Visibility Day (auch als International Celebrate Bisexuality Day bekannt)). Vielen dürfte der 1985 geborene Arnaud auch durch seine Rolle als Antonin Rimbaud in Xavier Dolans Debüt I Killed My Mother bekannt sein.

In seinem Statement schreibt er unter anderem: „Letzte Woche, ich unterhielt mich mit Freunden von der Arbeit, und erwähnte einen Trip, den ich mit einer Ex-Freundin unternommen hatte, da fragte ich mich – zum zehntausendsten Mal – wie erzähle ich so eine Geschichte ohne es so wirken zu lassen, als sei das meine ganze Geschichte.“

Weiter schreibt er, er glaube, dass „viele bisexuelle Kerle das auch so empfinden“ und es dann genauso machen würden wie er: „die Annahme anderer von Heterosexualität unberechtigt stehen zu lassen.“

„Maskulinität ist einer der fragilsten Währungen“

Der sexy Schauspieler fährt fort, das mag geschehen, weil man nicht zu viel teilen wolle oder weil es um Privatheit gehe. Oder auch, weil „Maskulinität“ eine der fragilsten Währungen sei, „schnell im Sturzflug beim ersten Zeichen von Verletzlichkeit oder Andersartigkeit.“ 

François Arnaud gibt zudem zu, dass es „verflucht unheimlich ist, sein Privileg aufzugeben.“ Und fährt fort: „Ohne jeden Zweifel weil Stigmen von Unentschlossenheit, Untreue, Täuschung und Trendiness der Bisexualität noch immer anhaften.“

Doch genau darin liege das Problem: „Schweigen hat den perversen Effekt die Stereotype nur zu verewigen, Bi-Kerle unsichtbar werden zu lassen und Leute daran zweifeln zu lassen, dass wir überhaupt existieren.“ Es sei kein Wunder, dass es noch immer harte Arbeit sei, sich zu seiner Bisexualität zu bekennen, ohne in lange Erklärungen verstrickt zu werden.

„Etiketten sind frustrierend“

Er schließt seinen so reflektierten wie politisierten Post mit den Worten: „Also ja, Etiketten sind frustrierend und Worte unvollkommen. Aber ich habe mich selbst immer als bisexuell betrachtet. Nicht verwirrt und versuchend provokant zu wirken. Nicht treulos. Nicht beschämt. Nicht unsichtbar. Frohen #bivisbilityday diesen Mittwoch“

Wir freuen uns natürlich über dieses offizielle Outing und ebenfalls darüber, dass François Arnaud mit sich selbst im Reinen zu sein scheint und wünschen uns, ihn wieder häufiger auf dem Bildschirm und der Leinwand zu sehen.

Sein kompletter Post im Original:

„Last week, I was chatting with work friends, and as I brought up a trip I’d taken with an ex-girlfriend, I asked myself —for the ten-thousandth time— how to tell such a story without making it seem like that was the whole story of me.

I’m sure many bisexual guys feel the same and end up doing as I did: letting other people’s assumptions of straightness stand uncorrected.

Perhaps out of fear of oversharing. Under the guise of privacy, maybe.

Probably because ‚masculinity‘ is a most fragile currency, ready to nose-dive at the first sign of vulnerability or difference.

And because it’s really fucking scary to give up your privilege. Without a doubt because stigmas of indecisiveness, infidelity, deception and trendiness are still clinging to bisexuality.

But here’s the thing. Silence has the perverse effect of perpetuating those stereotypes, making bi guys invisible, and leading people to doubt that we even exist. No wonder it’s still a chore to acknowledge bisexuality without getting into lengthy explanations.

So yes, labels are frustrating and words, imperfect. But I’ve always considered myself bisexual. Not confused or trying to look edgy. Not disloyal. Not ashamed. Not invisible. Happy #bivisibilityday this Wednesday.“

Love & Peace ✌️❤️🌈

Eure queer-reviewer

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.