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Gaysic Instinct

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Schwule oder queere Thriller lassen sich vermutlich recht zügig an zwei bis drei Händen abzählen. Häufig sind sie… ein wenig seltsam. So zum Beispiel The Dark Place aus dem Jahr 2014 von Jody Wheeler mit Sean Paul Lockhart (auch gut bekannt als Brent Corrigan) in einer entscheidenden Nebenrolle. Der Film ist extrem campy und sehr, sehr seicht, hat aber für immer einen Platz in meinem Herzen. 

© PRO-FUN Media

Mit Last Ferry ging 2019 ein Film an den Start, der sowohl Thriller, Drama um die Entwicklung von Persönlichkeit als auch Liebesgeschichte etwas ernsthafter und sich selbst ernstnehmender unter einen Hut bringen soll, dennoch garniert mit einem Schuss Humor. Inspiriert sei der Film laut Aussagen von Autor, Produzent und Hauptdarsteller Ramon O. Torres in Teilen von dem südkoreanischen Horror-Thriller The Wailing – Die Besessenen und dem großartigen, schwulen und ebenfalls sehr ernsten Thriller-Drama Der Fremde am See aus dem Jahr 2013. 

Kurz zur Handlung: Joseph ist ein junger Anwalt aus New York, der alles im Leben zu haben scheint. Da er aber eine Leere spürt und ihm vor allem Liebe, Freunde und wohl auch Sex fehlen, beschließt er einen Trip zur berühmt-berüchtigten Partyinsel Fire Island. Vermutlich hat er aber vergessen das Internet zu befragen, denn er landet in der Nebensaison dort, ergo ist es dort ziemlich dröge. Dennoch lernt er einen Typen kennen und es scheint gut zu laufen, doch dann dreht sich alles. Joseph wird unter Drogen gesetzt, ausgeraubt und Zeuge eines Mordes, kann dem Mörder selber nur knapp entkommen. Schließlich wacht Joseph im Haus von Cameron und dessen Freunden auf. Joseph integriert sich in die Gruppe, verliebt sich und alles scheint wunderbar. Doch der Mörder ist näher als gedacht… badadadadaaahh. 

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Ob Last Ferry an die durch die zuvor erwähnten Vorläufer aufgebauten Erwartungen auch nur im Ansatz heranreichen kann, darüber lässt der deutsch untertitelte Trailer keine Aussage zu. Zumindest erkennt man aber die Bemühung hier solide Unterhaltung abzuliefern. Bleibt nur zu hoffen, dass es am Ende nicht zu sehr nach Bemühtheit aussieht. Denn das kommt leider selten gut.

Last Ferry ist auf DVD, als VoD und Download erhältlich. Unsere Rezension lest ihr in den kommenden Tagen bei uns.

Beitragsbild: © PRO-FUN Media

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