Greyson Chance sorgt für sexy-selige Gefühle: „Holy Feeling“ ist da

Foto: © Kreecher, CC BY-SA 4.0; Greyson Chance bei einer Performance im Badehaus Berlin am 10. Oktober 2019

Es ist mal wieder Zeit für ein wenig Musik. Nachdem es neulich hier und da ein wenig Schlager und ganz zeitgemäß Weihnachtsmusik gab, gehen wir heute mal ins Pop-Genre, mit leichten Einschlägen von Soft-Rock und Folk. Der texanische Singer-Songerwriter Greyson Chance hat gestern seine neue Single Holy Feeling veröffentlicht. Und wieder einmal überrascht der 23-jährige Beau mit neuem Klangspiel, einer vielseitigen Stimme und tollen Lyrics.

Das Gefühl, das dich auf die Knie bringt

„Dein Körper ist hier, doch deine Augen wandern umher / In den Rissen der Zimmerdecke, wunder ich mich wo du bist / Während ich mich in dem sanften Licht unter deiner Haut verliere / Warte ich, dass du aufgibst und mich hinein lässt“ 

(„Your body is here but your eyes are wandering off / In the cracks of the ceiling, I’m wondering where you are / While I’m getting lost, in the soft light under your skin / I’m waiting for you to give up and let me in“)

So beginnt der vierminütige Song mit sanften, gedankenverlorenen Gitarrenriffs, um dann in den eingängigen, mit Klavierklängen unterlegten mehrdeutigen Refrain überzugehen:

„Was also brauchst du? / Heiliges Gefühl / Die Art, die dein Gott dir nicht geben kann und die dich auf die Knie bringt / Gib dich mir hin / Heiliges Gefühl / Die Art, die dein Gott dir nicht geben kann, aber Baby, ich wäre gewillt“ 

Holy Feeling, Greyson Chance

(„Oh, and what do you need? / Holy feeling / The type your God can’t give you and it brings you to your knees / So give into me / Holy feeling / The type your God can’t give you but, baby, I would be willing“)

Ein neues Album?

Ihr seht, ein verlangender, verspielter und subtil versauter Text, der durch den gekonnten Einsatz seiner mannigfaltigen Stimme erst recht die entsprechende Wirkung entfaltet. Finden wir gut. Bei allem Verlangen und versteckten Andeutungen, geht es aber auch um Freiheit, den Drang sich ausleben zu können und die Entfaltung des Selbst.

Ähnlich wie auf seinem 2019 erschienen Album Portraits spielt der Sänger, der sich im Sommer 2017 in einem Instagram-Post als schwul geoutet hat, mit verschiedenen Stilen und den diversen Möglichkeiten, Text und Klangstimmung innerhalb eines Songs differieren zu lassen, ohne dass irgendwas „falsch“ klänge.

Im Sommer des vergangenen Jahres veröffentliche er den träumerisch-sexy Song Honeysuckle, samt eines sehr nice klingenden Remixes. Zuvor bereite er mit Dancing Next to Me Freude und dann wurde es mit dem nachdenklichen Song Athlete für die Love, Victor Soundtrack-EP und dem kraftvoll-melancholischen Bad to Myself ein wenig entrückter. 

Die neue Single lässt auf ein neues Album oder wenigstens eine neue EP hoffen. Wünschenswert wäre es. Und wahrscheinlich ist es auch: Nach den Erfolgen seiner eigenständig veröffentlichten Songs war Portraits das erste Album eines größeren Deals mit Sony Music Global und Arista Record. Jippie!

Love & Peace 💙🏳️‍🌈✌🏽🎶

Eure queer-reviewer

Das offizielle Musikvideo zu „Holy Feeling“

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