„Hey Ana“: Sängerin LiLA setzt sich poppig mit Essstörungen auseinander

Beitragsbild: Spiegelwände und in der Mitte LiLA, fotografiert von © Alexander Schank.

Die queere Sängerin LiLA arbeitet mit ihrem Elektro-Pop-Song „Hey Ana“ einen Trennungsprozess auf und wünscht sich mehr Offenheit…

Die pansexuelle Künstlerin LiLA beschäftigt sich in ihrem neuen Song „Hey Ana“ mit einem so sensiblen wie persönlichen Thema, das in der öffentlichen Wahrnehmung trotz – oder vielleicht sogar wegen – seiner Ernsthaftigkeit viel zu wenig präsent ist: Essstörungen. Vielleicht mag es einem Klischee entspringen, doch gerade in der als recht körperbezogen geltenden LGBTIQ*-Community sollten wir einen besonders scharfen Blick darauf und Verständnis dafür haben.

Womöglich hilft der neue Track der queeren Sängerin, die sich und ihren Stil als Girlpower vs. Zerbrechlichkeit beschreibt, dabei, hier ein wenig genauer hinzuschauen. Der Song ist tonal locker elektro-poppig unterwegs und auch die Lyrics vermittelt LiLA mit dem Augenzwinkern einer Person, die aus eigener Erfahrung sehr wohl weiß, worum es hier geht und worüber sie singt:

Das Cover zu „Hey Ana“ von LiLA

„Ana, wenn’s mir schlecht ging, warst Du immer da / Ich hing an Deinem Respekt wie Heroin […] Nach jedem Lob hast Du mich wieder gedropt / Doch ich war so süchtig nach Deinem nächsten Shot“

Und spürbar wächst die Abgrenzung zur ehemals guten Freundin „Ana“, deren Tricks LiLA nun durchschaut hat und auf deren süßes Gesäusel sie sich nicht mehr einlassen möchte, die sie nicht mehr anrufen soll. So klingt „Hey Ana“ beinahe wie ein positiver Trennungssong, was er im Grunde ja auch ist. Auch hier geht es um die Schwierigkeit mit jemandem oder etwas abzuschließen.

„Flüsterst du mir leise zu / Dass ich dich brauch / Vielleicht brauchst du mich ja auch“, singt LiLA und die meisten von uns dürften sich auf die eine oder andere Art in diese Situation hineinversetzen können.

Auf Facebook schreibt LiLA zu „Hey Ana“: „In diesem Song steckt so viel Wahrheit wie in wenigen meiner Lieder. Ich wünsch mir so, dass ich Euch damit erreichen kann.“

Den Song findet ihr hier und ebenso empfehlen wir euch natürlich das Video, das auch noch einmal verdeutlicht, dass es sich mitnichten um ein „Frauenproblem“ handelt. 

Ach ja – lieberlila, das Debütalbum von LiLA, gibt es hier. Isch gut.

Eure queer-reviewer

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