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Junge Liebe rast nicht – Trailer & Infos zur queeren Serie „Love, Victor“

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Zuletzt aktualisiert am 09/08/2020

Nachdem aus dem sehr erfolgreichen Buch Simon vs. the Homo Sapiens Agenda (dt. Nur drei Worte) der sehr erfolgreiche Film Love, Simon wurde, war es eigentlich nur eine Frage der Zeit, bis es irgendwie weitergehen würde. Sehr zu unserer Freude gibt es neuen Stoff: Die Autoren des Films Isaac Aptaker und Elizabeth Berger entwickelten einen frischen, aber doch nicht gänzlich anderen Stoff. Handlungsort ist erneut die Creekwood High School in Georgia, wo einst Simon (Nick Robinson, hier als Erzähler und Gastdarsteller) seine Sexualität entdeckte und seine Liebe mit Bram fand. In der Serie zieht der Teenager Victor (Michael Cimino) mit seiner Familie in den Ort und hadert mit seiner Sexualität. Alle reden immer von diesem tollen Simon, also wendet Victor sich ratsuchend an den inzwischen in New York lebenden Kleinstadt-Helden.

Victor – zwei potenzielle Liebeleien und eine gläubige Familie

Die Prämisse der Serie ist also nur unwesentlich anders als die des Films, wobei es deutliche Unterschiede gibt. Lebte Simon im Film beispielsweise in einer sehr offenen, linksliberalen Familie, so kommt Victor aus einem streng gläubigen Umfeld, in dem Homosexualität ein größeres Problem zu sein scheint. 

Ebenso sieht Victor sich mit gleich zwei vermeintlichen Problemen des Herzens konfrontiert: Neben der hübschen, von allen begehrten Mia (Rachel Hilson), hat es ihm auch sein offen schwuler Barista-Kollege Benjj (George Sear) angetan. Es gibt noch eine Reihe von äußerst interessant wirkenden Nebencharakteren, wie Victors etwas verschrobenen Nachbarn Felix (Anthony Turpel) und Mias beste Freundin Lake (Bebe Wood, The Real O’Neals – wir vermissen euch, O’Neals!). Dazu ein paar Gastauftritte von Charakteren aus dem Film, auf den ohnehin immer wieder angespielt wird. Natürlich spielt die Seite creeksecrets hier ebenso eine Rolle wie das Riesenrad.

Nick Robinson, der auch einer der Produzierenden der Serie ist, taucht als Erzähler auf, wenn es um die Nachrichten geht, die er Victor schreibt, ansonsten erzählt Victor seine Geschichte, ebenfalls in Form von Nachrichten an Simon. Das ist ganz witzig und verleiht der Serie noch einen ganz anderen Schwung.

Hier seht ihr den Trailer:

Ursprünglich sollte die Serie auf Disney+ ausgestrahlt werden, doch man entschied sich, sie in den USA im Pride-Monat Juni auf Hulu zu veröffentlichen, um die avisierte Zielgruppe – junge Erwachsene – besser erreichen zu können. Das ist natürlich für den internationalen und speziell deutschen Markt schade, da Hulu hierzulande noch kein Angebot hat. Man kann also nur hoffen, dass die zehn Folgen der ersten Staffel ihren Weg auf ein anderes Streamingportal oder klassisch ins TV finden. 

Der Trailer (bisher nur auf englisch) ist vielversprechend, die Prämisse ebenso, die Besetzung durchweg charmant und eigentlich wäre diese Serie doch genau die richtige Art Zerstreuung für so einen vom Corona-Virus etwas zersetzten Sommer. 

UPDATE, 7.8.2020: Heute hat Hulu die Serie um eine zweite Staffel verlängert. In den USA war Love, Victor in der Woche seiner Premiere die am meistgesehene Serie auf Hulu. Das steigert hoffentlich auch die Wahrscheinlichkeit, dass die Serie in nicht allzu ferner Zukunft auch mal in Deutschland laufen wird.

AS

Beitragsbild: © Hulu

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