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Kann Liebe vergessen werden?

thelittlequeerreview

Wie grausam es sein muss, sich nach und nach zu verlieren, während man noch mitbekommt, wie es schleichend immer schlimmer wird und Zweifel an einem nagen, ob das Gegenüber bekannt oder unbekannt sein mag. Ist das wieder ein Schub oder nicht? Und wann vergesse ich meine Schwester? Meine Adresse? Meinen geliebten Partner oder meine geliebte Partnerin? 

20 Jahre Liebe

Der zweite Langfilm Supernova des Londoner Regisseurs Harry Macqueen geht dieser Frage nach. Er folgt Sam (Colin Firth, Oscar-Nominierung für A Single Man) und Tucker (Stanley Tucci, unvergesslich als Nigel in Der Teufel trägt Prada), die seit 20 Jahren ein Paar und noch immer schwer verliebt sind (so etwas soll es ja in der Tat geben). Zwei Jahre zuvor wurde bei Tucker eine beginnende Demenz festgestellt und die beiden wissen, dass sich ihr Leben komplett verändern wird und ihre Zeit von dort an begrenzt ist. So beschließen sie im Wohnmobil einen Roadtrip durch das herbstliche England zu unternehmen, solange es Tucker noch möglich ist. Ein letztes Mal mit Freunden und Familienangehörigen zusammen sein und feiern und die Orte ihrer gemeinsamen Vergangenheit besuchen. Doch während der Reise wird klar, dass sich ihre Vorstellungen der gemeinsamen Zukunft eklatant voneinander unterscheiden und so wird ihre zwanzig Jahre währende Liebe auf eine harte Probe gestellt.

Das offizielle Poster zum Film

Puh, das klingt nach hartem, emotionalem und aufwühlendem Tobak. Und wenn man sich den Trailer angesehen hat, fühlt man sich in dieser Annahme bestätigt. Zusätzlich zu den ohnehin schon gegebenen Emotionen können wir noch mit entsprechenden Bildern rechnen: Kameramann ist Dick Pope, der schon Mr. Turner – Meister des Lichts und The Illusionist allein ihrer Schauwerte wegen sehenswert machte. 

Ein vielversprechendes Paket

Gedreht wurde der Film in erster Linie in Cumbria, einer Grafschaft im nordwestlichen England, die an die irische See grenzt. Somit haben wir eine berührende Geschichte, getragen von zwei der talentiertesten lebenden Schauspieler, ein wunderschönes, mythisches Setting, einen fantastischen Kameramann und die Musik kommt von Keaton Henson. Das klingt doch absolut vielversprechend.

Supernova wurde bereits auf manch einem Festival gezeigt und soll in England am 27. November 2020 in die Kinos kommen. Ein deutscher Kinostart ist bisher nicht bekannt, aber da es einen deutschen Verleiher und einen Trailer mit zumindest deutschen Untertiteln gibt, dürfte es nur eine Frage von wohl nicht allzu langer Zeit sein, bis der Film auch hier zu sehen sein wird. Wir halten euch auf dem Laufenden. 

Nun holt euch Taschentücher und schaut euch den Trailer an.

Love & Peace ❤️✌️🌈

Eure queer-reviewer

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