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Mal wieder: Zwei Männer homophob beleidigt und attackiert

thelittlequeerreview

Zuletzt aktualisiert am 22. November 2020

Wie die Berliner Polizei meldete, sollen in der Nacht von Freitag auf Samstag zwei Männer in Berlin-Mitte von einer Gruppe Jugendlicher und Heranwachsender homophob beleidigt und anschließend mit Steinen beworfen worden sein. Die beiden Männer stiegen laut Angaben der Polizei gegen 1:50 Uhr am Bahnhof Eberswalder Straße in die Tramlinie M1 Richtung Kupfergraben und sollen auf der Fahrt von der ausschließlich männlichen, mindestens sechsköpfigen Gruppe homophob beleidigt worden sein.

Vier Personen festgenommen

Die zwei 30- und 34-jährigen Männer stiegen am Rosenthaler Platz aus, wie auch die Gruppe, die die Männer weiter beschimpft haben soll. Weiter sollen auf dem Weinbergsweg in Richtung Volkspark am Weinberg aus der Gruppe heraus Steine auf die beiden Männer geworfen worden sein, die diese jedoch verfehlten.

Noch in der Nähe konnten alarmierte Einsatzkräfte zwei 14-, einen 16- und einen 18-Jährigen als Teil der Gruppe festnehmen. Die beiden Älteren wurden nach ihrer Überprüfung gleich wieder entlassen, die zwei 14-Jährigen wurden hingegen erst im Polizeigewahrsam erkennungsdienstlich behandelt und dann ihren Eltern übergeben.

Rekordzahlen von Übergriffen erst im Mai

Die Ermittlungen würden andauern. Weitere Angaben machte die Polizei zu den Beteiligten nicht, was bei Erstmeldungen der gängigen Praxis entspricht. Mögliche Hassverbrechen aufgrund der sexuellen Orientierung oder Geschlechtsidentität macht die Berliner Polizei gezielt publik. Polizei und Staatsanwaltschaft haben in Berlin eigene Ansprechpartner für LSBTI*-Personen. Das schwule Anti-Gewalt-Projekt in Berlin MANEO meldete erst im Mai Rekordzahlen von Angriffen auf queere Personen

AS / PM

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