Queer Abgesahnt #2

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Im zweiten Queer Abgesahnt geht es unter anderem um das dieser Tage alle in Aww-versetzende Coming out von Profi-Fußballer Josh Cavallo, die berauschte Vorweihnachtszeit, (Grüne) Queerpolitik, ein in Teilen anti-queeretes Polen, queere Muslime und Gegner*innen von allen Seiten, Jannik Schümann auf dem Teppich und bald nahezu allen Kanälen, Princess Charming im Free-TV, Halloween, und, und, und, …!

Hui! Nach drei Monaten nun schon *hust* die zweite Nummer unserer kleinen und selbstredend unvollständigen Zusammenfassung queerer High- und Downlights der vergangenen Zeit. Quasi „skimmed“ oder mal übersetzt abgesahnte Meldungen. Und wie beim ersten beziehungsweise letzten Mal beginnen wir auch heute mit dem Sport. Statt um Olympia geht’s um den Fußball und dieser kommt, nahezu ungewohnt, mal mit einer guten Nachricht…

Ein Coming out als Kick-off?

…es hat sich nämlich der 21-jährige australische Jugendnationalspieler Josh Cavallo geoutet. Damit ist er der derzeit einzige offen schwule Profispieler eines Erstligisten (Team: Adelaide United; unser Autor Frank Hebenstreit hat das hier kommentiert). Der Spieler veröffentlichte ein Statement, bei dem zuerst der Satz „I am proud to publicly announce that I am gay.“ / „Ich bin stolz, öffentlich bekannt geben zu können, dass ich schwul bin.“ In den Slides auf Twitter schreibt er darüber, dass er einen sechsjährigen Kampf mit seiner Sexualität geführt habe und froh sei, diesen nun hinter sich zu haben. 

Als schwuler Fußballer habe er gelernt seine Gefühle zu verstecken, eine Maske zu tragen, um in das Modell „Fußball“ zu passen. Auch wisse er, dass ein öffentliches Coming out die Karriere negativ beeinflussen könne, doch haben es die Spielenden verdient ihr authentisches Selbst sein zu können. Ebenso sei es erstaunlich, dass es weltweit keine anderen geouteten Profil-Spieler gebe. Er hoffe, das ändere sich und dass er damit, dass er teile, wer ist ist, anderen, die sich als LGBTQ+ identifizierten, zeigen könne, dass sie in der Fußball-Community willkommen seien. 

Respekt und Akzeptanz

Auch bedankt er sich bei Familie und Freunden und seiner Mannschaft Adelaide United, die ihm mit größtem Respekt und größter Akzeptanz begegnet seien. Trainer Carl Veart sagte dazu, Josh sei ein wunderbarer junger Mann, der unglaublichen Mut bewiesen habe. Und ergänzt einigermaßen pragmatisch: „Damit Josh sein volles Potenzial abrufen kann, muss er sich selbst sein können. Das unterstütze ich voll und ganz.“ Gerade das sollte aber vielen Menschen einleuchten, die ihre Spieler lieber offiziell heterosexuell haben wollen.

Auch sein Teamkollege Ben Halloran lobte den großen Mut und ergänzte: „Es ist leider immer noch sehr selten in der Sportwelt, dass Männer sich outen.“ Oft wird unterschätzt, mit welcher Last Fußball-Spielende oder auch Sportler*innen im Allgemeinen leben (der queere Volleyballspieler Benjamin Patch äußerte sich dazu erst vor wenigen Tagen wieder im Tagesspiegel), die sich nicht outen können. In Deutschland wird oft betont, im Grunde seien wir so weit, Thomas Hitzlsperger äußert sich immer mal wieder so, eine große Aktion des Magazins 11 Freunde ging in diese Richtung, doch letztlich gibt es nichts. Warum das so ist oder sein könnte, diskutieren wir gern einmal an anderer Stelle.

„Dieses Doppelleben zu führen ist kräftezehrend.“

Aufbruch gemeinsam gestallten

Belastet ist nach wie vor auch die gesellschaftliche und politische Position und rechtliche Lage für viele queere Menschen in Deutschland. Nachdem in der vergangenen Legislaturperiode mit CDU/CSU und SPD weder in Hinblick auf Artikel 3 Grundgesetz noch in puncto Abschaffung des Transsexuellengesetzes oder wenigstens in Bezug auf einen Antidiskriminierungsplan gegen Homo- und Transfeindlichkeit auf Bundesebene IRGENDETWAS passiert ist, gibt es nun Hoffnung. Es zeichnet sich eine Ampelkoalition aus Rot (SPD), Gelb (FDP) und Grün (Bündnis 90/Die Grünen) ab, wenn die Gewichtung auch eine andere ist. Zwar muss dafür für manch eine*n die Kröte eines Kanzlers Scholz geschluckt werden, doch, da sich all diese Parteien einig schienen und scheinen, dass für queere Menschen mehr geschehen muss, dürfte das nun passieren.

Ein Statement vom 15. Oktober der beiden queerpolitischen Sprecher*innen der Grünen, Ulle Schauws und Sven Lehmann, lässt jedenfalls darauf hoffen. So lesen wir dort unter anderem: „Nach jahrelangem Stillstand ist nun der dringend notwendige Aufbruch in der Queerpolitik endlich möglich. Die Vielfalt unserer Gesellschaft muss von der nächsten Bundesregierung endlich angemessen berücksichtigt und gefördert werden. Darin sind sich SPD, Grüne und FDP einig.“ 

Ulle Schauws und Sven Lehmann

Weiter heißt es: „Ausgehend vom Leitgedanken der Selbstbestimmung muss die neue Koalition progressive Queerpolitik betreiben und Diskriminierung jeglicher Art aktiv bekämpfen. Der Schutz von Menschen aufgrund ihrer sexuellen und geschlechtlichen Identität muss im Grundgesetz sichergestellt werden und die Grundrechte von trans-, inter- und nicht binären Menschen müssen endlich vollständig durchgesetzt werden. Wir wollen und werden einen neuen Anlauf zur Überwindung des Transsexuellengesetzes nehmen. Das Abstammungsrecht wollen wir endlich nachbessern und wir brauchen eine moderne Familienpolitik, die sich an die Realität von unterschiedlichen Familienformen orientiert […].“ Das deckt sich, wenig überraschend mit den Forderungen aus dem Wahlprogramm der Partei und auch mit den in einem Gespräch mit the little queer review genannten Punkten. 

Die Chance unsere „vielfältige Gesellschaft nachhaltig zu stärken, damit jeder Mensch überall sicher, frei und selbstbestimmt leben kann“ wolle ergriffen werden. „Diesen Aufbruch wollen wir gemeinsam mit den Aktivist*innen und Organisationen vorbereiten, die seit Jahren darauf hinarbeiten.“

„Liebe kennt kein Geschlecht“

Die beiden queerpolitischen Sprecher*innen der Grünen engagieren sich übrigens auch für die Rechte queerer Menschen in Polen, wo am Donnerstag Hunderte in der Hauptstadt Warschau auf die Straße gingen, um unter dem Motto „Liebe kennt kein Geschlecht“ gegen ein geplantes Verbot von Demonstrationen für Schwule und Lesben zu demonstrieren. Das geplante Gesetz zielt auf Pride Parades und ähnliche Demonstrationen und deren „Ausbreitung“. So fand vor zwei Jahren beispielsweise der erste Frankfurt-Słubice-Pride statt.

Der Gesetzesentwurf der Stiftung Leben und Familie, über den das Parlament in erster Lesung am Abend beraten wollte, sieht unter anderem vor, dass Demonstrationen, die die Ehe zwischen Mann und Frau infrage stellen (hä?) und deren Ausweitung auf Menschen des gleichen Geschlechts fordert, verboten werden sollen. Darüber hinaus sieht der Entwurf wohl vor, dass auf Demonstrationen nicht für die Adoption von Kindern durch homosexuelle Paare oder eine andere als die „heterosexuelle Orientierung“ geworben werden dürfe. Der Entwurf wurde am Freitag in erster Lesung angenommen und zur weiteren Beratung an die Ausschüsse verwiesen. Eine Entwicklung, die manche*r schon im Band Erinnern in Auschwitz… auch an sexuelle Minderheiten antizipierte.

Überhaupt – Religion und Homosexualität

In Polen hat die Kirche großen Einfluss auf Politik und Leben, doch bedient sich die konservative PiS-Partei dieser auch gern. Ein unfeines Geben und Nehmen. Auf einen Einklang von Kirche und Homosexualität oder queerem Leben (und leben lassen) können wir da wohl noch lange warten, nicht nur in Polen. Auch wenn es um die stark konservative und enorm (!) homofeindliche Pfingstkirche geht, die auch in Deutschland immer mehr Zulauf findet, was auch die Evangelische Kirche Deutschlands vor Probleme stellt. Nicht viel besser mit Homosexualität und Queerness sieht es da in vielen muslimischen Gemeinden aus. Beidem hat sich vorgestern, am Donnerstag, die Deutschlandfunk-Sendung Tag für Tag gewidmet. Die findet ihr hier, gerade weit oben. Ansonsten auch leicht über die Kalenderfunktion. 

Wenn dann aber eine liberale Moschee auf queere Menschen zugeht, dann ist es auch nicht recht, wie Frederik Schindler in der WELT berichtet. So hat das queere Soura Film Festival in Berlin den Dokumentarfilm Sex, Revolution und Islam der türkisch-norwegischen Regisseurin Nefise Özkal gezeigt. Dieser begleitet die Frauenrechtlerin Seyran Ates, Gründerin der liberalen Ibn-Rushd-Goethe-Moschee in Berlin. Nach der Vorführung sollte es eine Diskussion mit Tugay Sarac geben, der in der Koordinator für LGBTQ*-Angelegenheiten ist. 

Beschämende Angriffe

Seyran Ates // © Seyran Ates/Ibn-Rushd-Goethe-Moschee

Kurz zuvor jedoch wurde ihm unter dem Vorwand, es habe Drohungen gegeben, mitgeteilt, dass die Diskussion abgesagt worden sei; später wurde klar, dies war ein Vorwand. Das Festival, das gemeinsam mit dem Neuköllner Kulturzentrum Oyoun veranstaltet wird, distanzierte sich gar von dem Film und den „islamophoben Aussagen“, Oyoun schreibt gar auf Anfrage der WELT, man bedaure, dass es zu der Vorführung gekommen sei. 

Seyran Ates, die wegen des Wortes „islamophob“ Anzeige erstattet habe, steht immer wieder in der Kritik, nicht nur vonseiten konservativer Muslime, sondern auch von linker und queerer Seite. Unter anderem weil sie das Neutralitätsgebot an Schulen und Gerichten unterstützt, unterstellt man ihr für ein generelles Kopftuchverbot zu sein; da sie auch mit konservativen Politikern, unter anderem der FPÖ, das Streitgespräch sucht, unterstellt man ihr rechte Tendenzen. Autsch. In der Tat steht Ates für den Kampf gegen patriarchale Strukturen und vor allem gegen den politischen Islam, dass dies gerade in alternativen und queeren Kreisen abgelehnt wird, findet sie, wie wir meinen, nicht zu Unrecht „besonders irritierend“.

Berauschte Vorweihnachtszeit

Irritiert sind sicherlich auch manche, dass es in diesem Jahr keine volle Dröhnung Helene Fischer (die endlich in freudiger Erwartung ihres ersten Kindes ist – Glückwünsche!) gibt. Jedenfalls nicht im ZDF, wo keine große Weihnachtsshow beziehungsweise keine „Die Helene Fischer Show“ gezeigt wird. Dafür aber in SAT.1! Am 12. November läuft dort die „Helene Fischer – Ein Abend im Rausch“-Show; Stefan Raab produziert und übernimmt die musikalische Leitung der Sache. Hui! Ganz ohne Helene mag das ZDF dann aber auch nicht und hat Mitte Oktober die „Dokumentation“ oder den (Werbe-)Musikfilm „Helene Fischer – Im Rausch der Sinne“ ausgestrahlt, der noch bis zum 14. November 2021 in der ZDF-Mediathek abrufbar ist

Helene Fischer // © ZDF/Sandra Ludewig / Universal Music

Der ist gar nicht so schlecht, wenn auch ein Coldplay-Vergleich am Anfang lachen lässt. Ihr wisst schon, die Band, die seit bald einer Dekade konstant unhörbarer wird. Helene Fischer wird hier halbwegs persönlich gezeigt, vor allem wird der Aufwand hinter den Videos und der Produktion einigermaßen deutlich, das vermag schon zu beeindrucken. Natürlich performt sie diverse Songs ihres Albums „Rausch“ (drum rauscht’s in den Titeln der Shows auch so) sehr nett inszeniert als würden sie live gedreht (Show-Designer Florian Wieder, Regisseur Russell Thomas). Fein auch die teils die Geschlechtergrenzen auflösenden Kostüme ihrer Tänzer*innen. Dennoch dürften bei Nicht-Hardcore-Fans nach einer gewissen Zeit Ermüdungserscheinungen eintreten. 

Helene Fischer und Tänzer*innen // © ZDF/Sandra Ludewig / Universal Music

Weniger ermüdend finden wir es da schon, dass der queere Artist Keye Katcher in Eigenregie seine neue, zweisprachige EP „Wir alle Eins“ veröffentlicht hat. Kürzlich haben wir seine sehr geile Pride-Hymne „It’s Gonna Be Good“ vorgestellt. Passend zu der Sieben-Track-Nummer gibt es auch ein Video zur Tanznummer „New York Blue Eyes“. Zur Abschlussveranstaltung des United Nations World Food Forum 2021 hat Keye Katcher als Opener live in Rom performt und auch seinen ebenfalls auf der EP enthaltenen Song „Isses nich“ gesungen, in dem es auch darum geht, auf die katastrophale Situation der Umwelt und mancher Gesellschaft aufmerksam zu machen.

Hand in Hand auf dem Pinken Teppich

Aufmerksamkeit war auch Jannik Schümann Mitte Oktober in Cannes sicher. Dort war er auf dem renommierten Canneseries Festival, um unter anderem mit Co-Star Dominique Devenport die richtig fette RTL-Event-Serie Sisi zu präsentieren (wobei es sich im Grunde um keine Event-Serie mehr handelt, denn eine zweite Staffel der von Story House produzierten Serie ist bestellt worden. Big Little Lies, much?). Die Serie, in der Devenport Sisi und Schümann Franz spielen und die ordentlich entkitscht sein soll, soll noch in diesem Jahr bei TVNOW (ab 4.11. RTL+) ausgestrahlt werden, später auf RTL. Natürlich werden wir die Serie, die Hintergründe und so weiter für euch sichten und kommentieren. 

Sisi (Dominique Devenport) und Franz (Jannik Schümann). // Bild: © RTL/Story House Pictures/René Arnold

Jedenfalls, zurück zum Punkt! Jannik trat dort an der Côte d’Azur zur Premiere von Sisi (Autokorrektur immer so: nee, is „Siri“) mit seinem Freund Felix Kruck Hand in Hand auf dem roten, oder eher pinken, Teppich auf. Dabei handelte es sich um ihren ersten gemeinsamen öffentlichen Auftritt (kleine Einblicke gibt es immer mal auf Instagram, vor allem in die interessanten Lektüren des Schauspielers). Jannik Schümann zum gemeinsamen Auftritt gegenüber RTL: „Ich konnte mir keinen besseren Ort für den ersten gemeinsamen, öffentlichen Auftritt mit Felix vorstellen!“ Und auch für Freund Felix sei es mit das Aufregendste gewesen, was er je in seinem Leben erlebt habe. Das können wir uns nur allzu gut vorstellen und freuen uns für die beiden und auch für Jannik, über den Erfolg, den er gerade hat. 

Geld und Liebe

Erfolg hatten auch die beiden diesjährigen Sommerhaus der Stars-Gewinner Lars Steinhöfel (Unter uns) und Dominik Schmitt (das erste Gay-Couple, yay!). Allerdings nicht nur dort, sondern wohl auch in der Liebe, denn sie haben sich verlobt. Das hat RTL, wo die Sendung läuft, kurz nach dem Finale bekanntgegeben. Demnach hätten die beiden sich bei einem Paris-Trip nach den Dreharbeiten für die Sendung (nun auch bei TVNOW) vor dem Eiffelturm verlobt. Dort habe Schmitt den Antrag gemacht und gefragt, ob Lars den Rest seines Lebens mit ihm verbringen wolle. Steinhöfel habe damit überhaupt nicht gerechnet und lediglich ein Erinnerungsfoto im Sinn gehabt. Glückwunsch!

Dominik Schmitt und Lars Steinhöfel // © RTL

Pussy Power auf VOX

Bevor wir gleich fertig sind, bleiben wir noch kurz bei RTL oder so ähnlich: Nachdem die erste Staffel Princess Charming als weltweit überhaupt erste lesbische Datingshow uns im Frühsommer und Sommer dieses Jahres schon auf TVNOW gezeigt hat, was Reality-TV auch sein kann und dafür Mitte September zurecht den Deutschen Fernsehpreis in der Kategorie Beste Unterhaltung Reality holte, läuft die Sendung nun seit dem 29.10. immer freitags auf VOX; auf dem offiziellen, gerade erst umbenannten charmings.official-Instragram-Kanal findet ihr alle Sendetermine. Und hier unsere Auswertung der ersten Folge, in der wir Princess Irina Schlauch und die Anwärter*innen kennenlernen. Lohnt sich!

Die Single Ladies sind in die Villa eingezogen und warten darauf endlich die Princess kennen zu lernen // © TVNOW

Zum Thema Auswertung: Natürlich haben wir auch die Reunion der gerade auf TVNOW zu Ende gegangenen dritten Prince Charming-Staffel genauer angeschaut und kommentiert. Das Gleiche haben auch Fiete & Kefir in ihrem aktuellen Podcast getan. Außerdem haben sie über den Belgium Bear Pride gesprochen, weil Kefir sich so dachte: „Öfter mal was Neues.“

Blutleere Massenware

Weniger „was Neues“ bietet hingegen der Netflix-Horrorstreifen JEMAND ist in deinem Haus (There’s Someone Inside Your House, basierend auf der hierzulande eher unbekannten gleichnamigen Young Adult-Novel von Stephanie Perkins), den wir uns in vorfreudiger Halloween-Laune angesehen haben, der auch recht vielversprechend und augenzwinkernd, mit nicht wenigen charmanten Anleihen bei einigen Klassikern der teils jüngeren Slasherfilm-Geschichte beginnt, dann aber abfällt und am Ende nur noch dämlich ist. Zwar stechen ein diverser Cast und ein queerer Charakter, sowie einige nette Messages hervor. Doch am Ende ist der Film um eine mordende Person, die die dunkelsten Geheimnisse der Einwohner*innen einer Kleinstadt in Nebraska offenlegt und beim Morden eine 3D-Maske mit dem Gesicht des Opfers trägt, doch nur recht belanglose und dazu noch vergleichsweise schockarme und in mehrerlei Hinsicht blutleere Kost, bei der auch das Poor little rich kid, der Jock mit etwas Charakter (solche hat einer von uns auch daheim) und der missverstandene Außenseiter nicht fehlen dürfen. Dann doch lieber nochmals die ziemlich queere und recht abgefahrene Fear-Street-Trilogie. 

JEMAND ist in deinem Haus, v. l. n. r.: Dale Whibley als Zach, Jesse Latourette als Darby, Sydney Park als Makani Young, Asjha Cooper als Alex, Diego Josef als Rodrigo und Burkely Duffield als Caleb // Bild: David Bukach/NETFLIX © 2021

In diesem Sinne – Happy Halloween und ein tolles Wochenende!

Bis die Tage!

Eure queer-reviewer

PS: Apropos Film: Im November gibt es Firebird in der queerfilmnacht und am dem 25. November im Kino und als VoD. Ebenso startet Ammonite am 4. November endlich bei uns! Unsere Besprechung gibt es in der kommenden Woche. Und in der Nacht vom 31.10. auf den 1.11. läuft Die Mitte der Welt auf arte, ebenso in der Mediathek.

PPS: Jannik Schümann II: Ende November startet in der ZDF-Mediathek die Serie Westwall, bevor sie dann im Dezember (mit einem etwas seltsamen Ausstrahlungskonzept) auch auf ZDFneo gezeigt wird. Hier spielt Schümann neben Emma Bading, Jeanette Hain und Devid Striesow die Hauptrolle. Die Serie basiert auf dem gleichnamigen Buch von Benedikt Gollhardt, der auch die Drehbücher verfasste. Auch dazu gibt es von uns noch eine Besprechung, sowohl von Serie als auch Buch, wie auch ein Gespräch mit Benedikt Gollhardt. Seid gespannt; faszinierende Geschichte, tolles Gespräch.

PPPS: Übrigens – der Gewinnertitel des diesjährigen Deutschen Buchpreises ist eine wirklich feine Nummer, natürlich haben wir die Blaue Frau von Antje Ràvik Strubel gelesen. Einige andere der nominierten Titel haben wir natürlich auch besprochen

PPPPS: Apropos Buch: Auf Instagram gibt es gerade eine sehr feine Aktion unter dem #queeraufpapier, ins Leben gerufen von Björn Schäffer aka bjoernandbooks.

PPPPPS: Wem mehr nach einem wirklich, wirklich schönen und interessanten Sachbuch ist, dem sei Der schöne Deutsche – Das Leben des Gottfried von Cramm ans Herz gelegt. Warum, lest ihr hier

PPPPPPS: Wenn am 4. November TVNOW zu RTL+ wird, gibt es zum Start einige Schmankerl wie die Ferdinand-von-Schirach-Serie Glauben (bei Canneseries stark gefeiert!) und die ersten sechs Folgen des Gossip Girl-Reboots. Unsere Besprechungen lest ihr natürlich noch zuvor. 

*Unsere Arbeit für the little queer review macht neben viel Freude auch viel Arbeit. Und es kostet uns wortwörtlich Geld, denn weder Hosting noch ein Großteil der Bildnutzung oder dieses neuländische Internet sind für umme. Von unserer Arbeitszeit ganz zu schweigen. Wenn ihr uns also neben Ideen und Feedback gern noch anderweitig unterstützen möchtet, dann könnt ihr das hier via Paypal oder hier via Ko-Fi tun. Vielen Dank!

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