Rücken an Rücken statt Herz an Herz

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Im Pride Month Juni haben wir euch den sehr feinen und gefühlvollen Song „nothing but the love“ von Singer und Songwriter Wrabel vorgestellt, der uns noch immer viel Freude und tollen Sound bereitet. Nun hat Wrabel nachgelegt und mit „back to back“ einen weiteren Song veröffentlicht. Und dieses Mal kommt er nicht allein, sondern hat sich den niederländischen Pop-Künstler Duncan Laurence mit ins Boot geholt. Passend dazu ist der neue Song auch die offizielle Amsterdam Pride-Week-Hymne (vom 31. Juli bis 8. August 2021).

So nah und doch doch so fern

Wrabel // Foto: © Yazz Alali

Den neuen Song kann mensch durchaus als Herzschmerz-Ballade bezeichnen, doch wird er euch nicht das Herz brechen, sondern eher zum gut gestimmten Reflektieren einladen. In „back to back“ geht es um ein Paar, das sprichwörtlich Rücken an Rücken im Bett liegt und sich kaum mehr etwas zu sagen hat, außer den Dingen, die es im Schlaf sagt. Wie konnte es nun so weit kommen: Herzschmerz, Selbstwert und Zweifel stehen im Zentrum der kraftvollen Nummer.

Diese Kraft wird auch durch den die Gefühle Ausdruck verleihenden Tanz von Judson Emery vermittelt, der gemeinsam mit Wrabel im Video zu sehen ist. Wie überhaupt das Video auf künstlerischer Ebene (Regie: Michael Elias Thomas) ganz weit vorn ist. Das ehrliche Songwriting ist es, wie bei Wrabel kaum anders zu erwarten, natürlich auch. Getoppt wird das Ganze durch das Zusammenspiel der Stimmen von Wrabel und Duncan, die in der Tat perfekt zusammenpassen und in einem kraftvollen und emotionalen Chorus dieses Liedes, das Wrabel eines der Besondersten für ihn nennt, gipfeln.

„Es ist erstaunlich für mich, welche Kleinigkeiten zu großen Zerwürfnissen in Beziehungen führen können. Ich habe schon oft gehört, dass man nicht verärgert ins Bett gehen bzw. nicht im Streit auseinander gehen soll. Egal ob es Wut oder Traurigkeit ist, es fühlt sich schrecklich an. Obwohl man nebeneinander im Bett liegt, kann es sich so anfühlen als wäre man Welten voneinander entfernt. Aber man kann immer hoffen, dass es nur einen Stupser, ein Umdrehen oder ein einzelnes Wort braucht, um wieder zueinander zu finden und die Lücke zu schließen.“

Wrabel über „back to back“

Ein Herzenswunsch

„back to back“ (hier findet ihr den Song digital) ist nach „good“ und „nothing but the love“ die dritte Single aus dem am 24. September erscheinenden und von uns definitiv lange erwarteten Debütalbum these words are all for you (könnt ihr hier reservieren), das über das Label Big Gay Records/Nettwerk veröffentlicht werden wird. Wrabel, der offen schwul lebt und sich seit jeher für die Belange der LGBTQ*-Community einsetzt, sagt über die Zusammenarbeit mit dem bisexuellen ESC-Gewinner 2019 Duncan Laurence (der beim ESC 2021 wegen einer Corona-Infektion leider nicht live auftreten konnte): „Den Song nun gemeinsam mit Duncanaufzunehmen und zu veröffentlichen ist ein Traum, der wahr wird. Ich bin ein Riesenfan von ihm und seiner Arbeit und bin fasziniert davon, wie viel Herz und Emotion er in seine Musik steckt. Es ist eine große Ehre.“

Duncan Laurence // Bild: © Paul Bellaart

Laurence seinerseits schwärmt ebenfalls von der Zusammenarbeit und sagt, dass er unfassbar glücklich darüber sei: „Seitdem ich eigene Songs schreibe, habe ich auch immer seine Musik gehört. Sein Stil ist so ehrlich und emotional, genau wie unser Duett ‚back to back‘. Danke Wrabel, bleib so wie du bist!“

Wrabel hat bereits unter anderem Songs für P!nk (den Track „90 Days“ singen sie gar gemeinsam), Ruel, Kygo, Ke$ha, Ben Platt, Bishop Briggs oder auch die Backstreet Boys geschrieben, aber auch selber Musik veröffentlicht. Darunter diverse Singles und bereits 4 EPs, die jedoch vor allem in den USA und Großbritannien wahrgenommen wurden.

Wrabels grandioser Song „The Village“ aus dem Jahr 2017 handelt von einem jugendlichen Transgender, der in einer engstirnigen Familie aufwächst und sich damit auseinandersetzt, was es bedeutet trans* und überhaupt Teil der LGBTIQ*-Community zu sein, etwas das auch eindrücklich im Video zum Song dargestellt wird. 2019 veröffentlichte er gemeinsam mit Parson James und Vincint den ebenfalls queeren Track „Oh Love“, den ihr natürlich genau wie „nothing but the love“ und den aktuellen Track „back to back“ in unserer QUEER SOUNDS-Playlist auf Spotify findet.

Eure queer-reviewer

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