Tänzer Conor McKenzie lässt sein Licht strahlen

Conor McKenzie beim Stretching und unterm Regenbogen. Jippie! // Foto: Screenshot Instagram conor_mckenzie

2021 hat gerade erst begonnen und bei den meisten von euch mögen die Vorsätze fürs neue Jahr noch so frisch sein, dass sie erst zu circa 11,7 Prozent verworfen sein dürften. Einen Vorsatz für 2021 hat der amerikanische, mit Gender-Stereotypen spielende, Tänzer und Performer Conor McKenzie. Er hat sich nämlich entschlossen dieses Jahr mit einer neuen Energie zu begehen, für mehr Mitgefühl zu werben und Leuten dabei zu helfen, sich selbst ein wenig mehr weiterzubilden und auch Menschen zu akzeptieren, die anders sind als sie selbst. 

„Du ekelhafte Schwuchtel“

Die erste eigene Übung konnte der am 13. August 1994 geborene Conor, der ebenfalls als Model arbeitet, schon absolvieren. Unter einem seiner Instagram-Posts gab es, nicht zum ersten Mal, viele hasserfüllte Kommentare und er erhielt boshafte Nachrichten, wie er in einem weiteren Post schrieb. Eine davon lautete einfach: „You nasty faggot.“ („Du ekelhafte Schwuchtel.“) Conor McKenzie schreibt, normalerweise würde er in ähnlicher Art reagieren („i would normally try and clap back…“), doch habe er sich entschieden, sich nicht mehr auf deren Level herabzulassen und stattdessen zwar weiter für sich einzustehen, das aber auf eine Art, die versuche, den Leuten etwas beizubringen und ihnen ein wenig das Konzept von Mitgefühl zu vermitteln.

Conor übermittelt eine Nachricht von Liebe und Mitgefühl, ohne sich zurückzunehmen. // Foto: Screenshot Instagram conor_mckenzie

So antwortet er dem Urheber der Nachricht zwar, fragt ihn aber als erstes, warum er so wütend sei. Und fährt fort: „Du kennst mich nicht und doch fühlst du dich wohl dabei, so etwas Hasserfülltes und Gemeines zu mir zu sagen? Ich weiß, das ist die Projektion deiner eigenen Wut und Unsicherheiten auf mich, aber ich verspreche dir, du würdest dich besser fühlen, würdest du Liebe statt Hass praktizieren. Ich versuche meine Seite als einen Safe Space und einen Ort, an dem Leute (hoffentlich) Freude finden können, zu sehen.“ Das sind ja schon einmal ganz deutliche, positive und sehr emphatische Worte.

Liebe, Mitgefühl und Freude!

Conor schreibt weiter: „Und hey! Selbst wenn das, was ich mache, nicht dein Ding ist, könntest du einfach weiter scrollen und fortfahren statt dir die Zeit von deinem Tag zu rauben und mir so eine Nachricht zu schreiben. So oder so, ich wüsche dir das Beste trotz deiner Giftigkeit mir gegenüber und hoffe, du findest Freude in deinem Leben. Denn ich weiß, ich habe meine. 😇“

Irgendwo ist immer Badesaison. // Foto: Screenshot Instagram conor_mckenzie

Besser hätte man*frau es wohl kaum machen können. Natürlich gibt es aber leider all diese Leute, denen es Freude bringt, genau solche boshaften und hasserfüllten Nachrichten zu schreiben, immer in der Hoffnung, doch einen wunden Punkt zu treffen. In seinem eigentlichen Post schreibt der 26-jährige Tänzer aus New York dann noch, dass er wisse, was ihm Freude bereite und er sich weigere, dass andere Leute ihm sein Licht verdunkelten. Ganz im Gegenteil, im Jahr 2021 werde es noch um einiges heller leuchten! 

Bequemer Kaffee. // Foto: Screenshot Instagram conor_mckenzie

In diesem Sinne allen ein frohes neues, helles und emphatisches und freudvolles Jahr 2021!

Eure queer-reviewer 💙🏳️‍🌈👯‍♂️🏳️‍⚧️👯

Seht hier noch ein Video von Conor McKenzie. Eigentlich wurde das Material für das Musikvideo zu Curious von Mike Taveira gefilmt, dann aber nicht verwendet. So gibt es das immerhin als fettes Extra.

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