„Sie haben mich geschlagen.“

„So kommt wenigstens etwas Durchblutung ins Hirn.“

Wünschen wir uns nicht alle diesen Dialog mal mit unseren Lehrer*innen geführt zu haben? Vermutlich. Haben wir aber nicht. In Eingeschlossene Gesellschaft sind es auch nicht die Schüler*innen, die sowas sagen – sondern die sich einander nicht allzu gewogenen Kolleg*innen.

Sportlehrer Mertens (Florian David Fitz) denkt pragmatisch // © ARD Degeto/BantryBay Productions GmbH/Deutsche Columbia Pictures Filmproduktion GmbH/Wolfgang Ennenbach

Ein ungewöhnliches „Nachsitzen“ inszeniert Sönke Wortmann in der Komödie Eingeschlossene Gesellschaft: Das mit Florian David Fitz, Anke Engelke, Justus von Dohnányi und Nilam Farooq starbesetze Lehrerkollegium wird von einem erbosten Vater (Thorsten Merten) eines Schülers gezwungen, sich wohlwollend mit den Leistungen und den Zukunftschancen seines Sohnes zu befassen. Je länger das Nervenspiel dauert, umso mehr kommen Verfehlungen der Pädagogen auf die Tagesordnung. Mit Spielfreude, Situationskomik und Dialogwitz spießt das exzellente Darstellerensemble überzogenes Leistungsdenken, überkommene Unfehlbarkeitsansprüche und verschobene Selbstbilder auf. Als Vorlage für die unterhaltsame Kinoproduktion diente die gleichnamige Hörspielvorlage von Bestsellerautor Jan Weiler, der auch das Drehbuch verfasste.

Das Lehrerkollegium: Lateinlehrer Engelhardt (Justus von Dohnányi, unten li.), „Schülerversteher“ Holger Arndt (Thomas Loibl, 2. v. li.), Sportlehrer Mertens (Florian David Fitz, re.), Referendarin Sarah Schuster (Nilam Farooq, unten re.), Französischlehrerin Heidi Lohmann (Anke Engelke, li.) und Chemielehrer Bernd Vogel (Torben Kessler, 2. v. re.) werden erpresst // © 2022 BantryBay Productions GmbH/Deutsche Columbia Pictures Filmproduktion GmbH/ARD Degeto

Das Erste zeigt Eingeschlossene Gesellschaft im Rahmen des Sommerkinos am Montagabend um 20:15 Uhr; anschließend ist der Film für 30 Tage in der ARD-Mediathek verfügbar.

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