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Schlagwort: Fachkräftemangel

„Bäh, H-Milch“

April 16, 2023

„Die im Dunkeln sieht man nicht“ heißt es bei Bertolt Brecht. Im „Tatort: Verborgen“ aus Norddeutschland liegt auch vieles nicht offen vor uns und wir müssen es uns erschließen. Was die Subtöne angeht, klappt das gut, Spannung will dabei aber beim zehnjährigen Jubiläum von Ermittler Thorsten Falke nicht so recht aufkommen.

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Online-Magazin für Rezensionen, Kommentare & Debatten - mit dem queeren Blick 🏳️‍🌈🏳️‍⚧️
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the little queer review
Heute erscheint „Love Will Tear Us Apart“, der Heute erscheint „Love Will Tear Us Apart“, der dritte Teil der vormals als Trilogie geplanten Stranger-Times-Reihe (mehr dazu im Text). Wie im vergangenen Jahr, zum Erscheinen des zweiten Teils nehmen wir das zum Anlass, auf eben den Vorgänger zu schauen...

Der Fluch der Zwei? Sherlock Holmes zeigt uns, dass zweite oder vorletzte Teile oft nicht den hohen Erwartungen des Publikums entsprechen. Ein wenig trifft das leider auch für C. K. McDonnells „This Charming Man“ (aus dem Englischen von André Mumot) zu, der zwar durchaus witzig und humorvoll ist, jedoch hinter dem ersten Band der Stranger-Times-Reihe zurückbleibt.

Vampire spielen eine wesentliche Rolle in diesem zweiten Band. Der Tod des IT-Programmierers Philip Butler gibt der Polizei nur kurz Rätsel auf, erscheint er doch eigentlich wie ein Selbstmord. Die Redaktion der Stranger Times jedoch fühlt sich bemüht, weitere Ermittlungen anzustellen. Wir begegnen dabei einem sprechenden Hund, einem vierblättrigen Bösewicht und einer großen Menge Süßkram. Ach ja, und Knoblauchmayonnaise…

Die ganze Besprechung findet ihr via #linktree oder hier: https://thelittlequeerreview.de/knoblauchmayonnaise-eiscreme-und-sehr-blutige-steaks

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Es waren einmal drei Schwestern in Hamburg, bis di Es waren einmal drei Schwestern in Hamburg, bis die jüngste von ihnen dem Heroin verfiel, spurlos verschwand und nie wieder auftauchte. Wie gehen wir mit Verlust und Trauer um? Can Mayaoglus Debütroman "Nadia" versucht, darauf eine Antwort zu geben.

Ein Auszug aus der Rezension von Nora Eckert:

„Warum aber gibt Nadia ausgerechnet im Moment der tiefsten Krise das Wertvollste in ihrem damaligen Leben auf, nämlich Rahels Liebe? Sucht man dann nicht eher Halt und Sicherheit? Wohl nicht, wenn man wie Nadia auf den Verlust wie eine Kränkung des eigenen Egos reagiert und die egomanische Inszenierung des eigenen Leidens im Zentrum steht. Dazu passt, was ich neulich las: Need a friend? Call your Ego. Aber das Ego kann auch der falsche Freund und Ratgeber sein. Oder hilft in einer solchen Situation gar Hamlet? Nadia nennt es vielsagend als ihr Buch für die einsame Insel.

Mit dieser Ausgangslage setzt die Autorin vor allem auf Stoff für psychische Belastungsproben aller Art. Schon dass Nadia für ihre Trauerarbeit ein riesiges Publikum benötigt, spricht Bände. Hinzu kommt, Nadia ist launisch und in ihren Launen tyrannisch. Und wie alle Menschen dieses Charakters selbstgefällig und selbstgerecht. Dass sie sich ständig unverstanden fühlen und auf Angriff abonniert sind, versteht sich von selbst. Bevor Nadia andere um sich herum überhaupt wahrnimmt, hat sie mindestens hundertmal Ich gesagt. Mit anderen Worten: Sie nervt. ‚Du willst nicht zuhören, sondern nur Dampf ablassen‘, heißt es an einer Stelle. Zu erkennen ist auch, dass wir durch unsere Launen uns selbst und die anderen zu manipulieren versuchen.“

Ganzet Text via #linktree oder direkt hier: https://thelittlequeerreview.de/die-kunst-des-trauerns-oder-trauer-als-kunst

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Ein Job, zwei Generationen: Dagmar Berghoff und Co Ein Job, zwei Generationen: Dagmar Berghoff und Constantin Schreiber sind beide aus der Tagesschau bekannt. Sie haben ein Gespräch geführt, das in dem Buch „‘Guten Abend, meine Damen und Herren‘“ festgehalten ist.

Ein Auszug:
„[I]n diesem Buch lernen wir ganz die herzliche und weltoffene Dagmar Berghoff kennen, die uns ungeschönt sagt, was aus ihrer Sicht nicht passt, wieso sie Lady Diana nicht als die sympathischste Zeitgenossin empfand und wer der bessere Kandidat oder die bessere Kandidatin für die Kanzlerkandidatur der Grünen gewesen wäre (ob sie das heute immer noch so sähe, ist eine interessante Frage).

Wenn zwei Generationen an Tagesschau-Sprecher*innen aufeinandertreffen, darf es natürlich auch nicht an ein paar Worten hierzu fehlen. Berghoff erzählt von den früheren Routinen hinter der Kamera, aber auch davon, wie sehr es damals auch um Äußerlichkeiten ging – und auch heute noch immer geht. Damals war manches völlig normal, was heute kritisch hinterfragt wird. Dürfen heute Menschen wegen ihres Äußeren dankenswerterweise nicht mehr benachteiligt werden (die Realität sieht natürlich oft anders aus), war es damals vollkommen üblich, neue Sprecherinnen und Sprecher nach Geschlecht, Aussehen oder Gewicht auszusuchen, während die Eignung oder Qualifikation oft nicht als alleiniges Auswahlkriterium reichten.“

Ganzer Text via #linktree oder hier: https://thelittlequeerreview.de/zwischen-katastrophen-und-lottozahlen

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In seiner Langzeitdokumentation „Ernstfall – R In seiner Langzeitdokumentation „Ernstfall – Regieren am Limit“ zeichnet Stephan Lamby mit einer Mischung aus Chronik und persönlichen Interviews nach, wie das Kabinett Scholz aka die Ampel-Koalition in Zeiten des Krieges gegen die Ukraine re(a)giert hat. Film und das parallel im C.H. Beck Verlag erschienene Buch „Ernstfall – Regieren in Zeiten des Krieges. Ein Report aus dem Inneren der Macht“ sind so facettenreich wie spannend.

„Dabei ist der Film eine interessante und nicht nur für Political Animals hoch spannende Mischung aus einer Chronik bekannter Ereignisse und Krisen, die es im Rahmen des Krieges in Deutschland, Europa und der Welt zu händeln galt, und einer Art Charakterstudie der Akteur*innen.

Allen voran Kanzler Olaf Scholz, Außenministerin Annalena Baerbock, Finanzminister Christian Lindner, Kanzleramtschef Wolfgang Schmidt und wie erwähnt Robert Habeck. Zudem interviewt Lamby zahlreiche Journalisten-Kolleg*innen wie Kristina Dunz, Erhard Scherfer oder Nico Fried. Habeck bleibt sich dabei treu und wirft mit Metaphern um sich wie ein Schreiner mit Holzspänen. Lindner übt sich in schon beinahe vornehmer Zurückhaltung – dies insbesondere wenn es um den housewives-tauglichen Konflikt der beiden Alpha-Minister geht und Lindner sagt, die politische Auseinandersetzung könne er nicht persönlich nehmen und Wunden habe er auch keine davon getragen. Wir würden vermuten, Wunden sicherlich schon, vielleicht aber keine Narben.“

Das Erste zeigt „Ernstfall“ am heutigen Montag um 20:15 Uhr; in der ARD-Mediathek ist eine 3-teilige Dokuserie zu sehen. #hartaberfair befasst sich heute Abend zudem mit dem Thema „Schwierige Halbzeitbilanz: Verliert sich die Ampel im Dauerstreit?“ mit Michael Kellner, Christian Dürr, Ralph Brinkhaus, Prof. Dr. Ursula Münch und Stephan Lamby.

Text via #linktree oder hier: https://thelittlequeerreview.de/menschen-die-durch-flugzeuge-laufen

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Vor einem Jahr starb Queen Elisabeth II. Der Histo Vor einem Jahr starb Queen Elisabeth II. Der Historiker und Autor Ronald D. Gerste arbeitete da bereits an seiner politischen Biografie „Die Queen. Elisabeth II. und ihr Zeitalter“. Unser Rezensent hat sie mit großen Interesse und einigem Erkenntnisgewinn gelesen, findet jedoch auch manch einen Kritikpunkt.

Ein Auszug:
„Generell klingt Gerste manches Mal beinahe wie ein großer Fan, der nun über die Liebe seines Lebens fabulieren darf. Oder anders: Die Queen ist keine Hagiographie, trägt aber doch hagiographische Züge. Das Quasi-Ignorieren kritischer Punkte wie etwa der oben erwähten, schmälert leider die durchaus zu benennenden und vom Autoren fein ausgeführten Vorteile des Commonwealth sowie die Darstellung des Engagements von Elisabeth II., was dieses angeht und das insbesondere in der Zeit von Margaret Thatcher (übrigens die am längste amtierende Premierministerin in Zeiten der Queen, keiner der Männer hielt sich so lange) herausgefordert wurde. An dieser Stelle räumt Gerste übrigens mit einem gern genutzten Klischee auf, nämlich jenem, dass Elisabeth II. und die hart konservative Premierministerin einander spinnefeind gewesen seien. Im Gegenteil sei das Verhältnis der zwei hart arbeitenden Frauen von sehr unterschiedlicher Herkunft durch Wertschätzung und Respekt geprägt gewesen.“

Ganze Rezension via #linktree oder hier: https://thelittlequeerreview.de/will-we-meet-again

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Der Kommunismus ist abgesa(u)gt Mit @julian_radlm Der Kommunismus ist abgesa(u)gt

Mit @julian_radlmaier|s „Blutsauger“ gibt es auf arte heute die TV-Premiere eines so eindrücklich-heiteren wie bitter-streitbaren Films – der nicht umsonst 2019 den Deutschen Drehbuchpreis gewann. Im August Verlag ist dieses zum Kinostart 2022 mitsamt starker Illustrationen von Jan Bachmann sowie einem ebenfalls eindrücklichen und streitbaren Essay von Sulgi Lie erschienen. Unser Rezensent hat sich beides genauer angesehen…

...und schließt damit, dass dieser so „lesenswert wie auch das Drehbuch es ist beziehungsweise der Film sehenswert. Ein Film, sehr slow, irgendwo zwischen Essayfilm, poetischer Satire, Klassenkampf auf Sparflamme, ironischer Brechungen, die sich als sehr wahrhaftig herausstellen sollen und dabei frei von Misanthropie (wie auch eigentlich Blut und Nacktheit). Wer‘s mag, wird‘s genießen und mit sich tragen.“

Was ihn zu dieser Schlussfolgerung veranlasst, lest ihr in seinem Text via #linktree oder direkt hier: https://thelittlequeerreview.de/der-kommunismus-ist-abgesaugt

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Krieg ist Männersache. Immer so gewesen und auch Krieg ist Männersache. Immer so gewesen und auch in Zukunft. Ähnlich bei der Berichterstattung über Krieg. Dass es aber auch sehr, sehr viele Frauen in diesen Job zieht, ist vielen nicht bekannt.

Rita Kohlmaier hat in ihrem Band „Kriegsreporterinnen – Im Einsatz für Wahrheit und Frieden“ eine Reihe von mutigen Frauen zusammengestellt, die aus Krisengebieten berichten oder dies taten. Ein beeindruckender Band, wie unser Autor findet. Ein Auszug aus seiner Besprechung:

„Der Journalismus war und ist in vielen Bereichen noch immer eine männerdominierte Sphäre. Bei der Bild sollen Männer ihre Machtposition gegenüber Frauen ausgenutzt haben und bis eine Frau ein Fußballspiel im Fernsehen kommentieren durfte (2011), hat es viel zu lange gedauert. Und gerade im Kriegsjournalismus gibt es bis heute eine starke Männerdominanz.

Das macht deren Arbeit auch nicht per se schlechter. Wir haben aber bereits in der Vergangenheit und in vielen anderen Gesellschaftsbereichen festgestellt, dass Diversität uns überall guttut. So ist es auch hier: Frauen nehmen häufig andere Positionen und Blickwinkel ein, berichten über andere Aspekte und anderes Leid als ihre männlichen Kollegen. Das ist gut und das ist wichtig, denn dadurch bekommen wir ein noch besseres Verständnis für unterschiedliche Konflikte.“

Für den ganzen Text, siehe #linktree oder direkt hier: https://thelittlequeerreview.de/weltanschauerinnen-fuer-unsere-weltanschauung

#sachbuch #sachbuchtipp #buchkritik #kriegsreporterinnen #ritakohlmaier #elisabethsandmannverlag #fotografie #bildband #krieg #reportage #journalismus #feminismus #portraits #annapolitkovskaya #antoniarados #erikamann #carolinemcke #kriegsberichterstattung #leemiller #julialeeb #christineamanpour #orianafallaci #anisashaheed #mariecolvin #kriegsfotografie
„Ein Fingerhut hat mehr Tiefe“, meint unser Ga „Ein Fingerhut hat mehr Tiefe“, meint unser Gastautor @maxofb zu André Acimans „Call me by Your Name“-Nachfolger „Finde Me - Finde Mich“ (übersetzt von Thomas Brovot).

Oder: „[I]n der Kunst sind Erwartungen nur dazu da, um enttäuscht zu werden. So viel Enttäuschung habe ich allerdings nicht erwartet.“

Sowie: „Während meiner Zeit auf dieser Welt habe ich einiges an Literatur verschlungen. Seien es die Zwangs-Texte aus Schulzeiten — ich habe jetzt noch PTBS von den Leiden des jungen Werther — oder meine eigenen Glücks- und Fehlgriffe in der Buchhandlung meines Vertrauens. Noch nie habe ich ein Buch in seinem ersten Drittel während des Lesens zugeklappt und mich wirklich etwas geekelt. Aber von vorn.“

Dieses „von vorn“ findet ihr in Max‘ gesamter, ausführlicher, fundierter und musikalisch geprägter Analyse in unserem Online-Magazin…

...via linktree oder hier: https://thelittlequeerreview.de/ein-fingerhut-hat-mehr-tiefe

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Mit „NEAPEL“ von Giovanni Cocco liegt im Hambu Mit „NEAPEL“ von Giovanni Cocco liegt im Hamburger mareverlag ein weiterer so ästhetischer wie spannender Fotoband vor, der – ob Kenner*in der Gegend oder nicht – völlig neue Perspektiven öffnet. Ein erstklassiger Essay von Zora del Buono runden den Band ab, wie unser Rezensent meint.

Ein Auszug:
„Landschaft und Architektur, Geschichte und Geschichten, Alltag und Besonderes, Häfen und Musik, weite Natur und enge Straßenschluchten, Legenden und Essen, Kirche und Maradonna – all das und mehr gibt es hier in beinahe ausnahmslos fantastischen Bildern zu erfahren. Oft beeindruckt auch das Licht; nicht selten spielt Cocco mit Licht und Schatten, etwa wenn er einen künstlichen Tunnel ablichtet, der zur antiken Stadt Cuma führt, aber auch ein Höllenschlund sein könnte. Daneben sehen wir das helle Innere eines alten Villengebäudes. Gut und gern könnte sich unter diesem Gebäude ein labyrinthischer Untergrund befinden, wie ihn Zora del Buono in ihrem anregenden Essay beschreibt: ‚Neapel zeichnet sich durch mehr Untergründiges, ja Abgründiges aus.‘

[…]

So lässt weder del Buono in ihrem Vorwort noch Cocco in seinen Fotografien die so genannten Problemviertel Neapels aus. Sowohl in Text wie auch Bild wird die Parallelwelt, die in dieser Stadt, wenn mensch sich dem nicht verschließen möchte, recht offensichtlich zu Tage tritt, thematisiert. Da ist der Vomero-Hügel, auf dem vor allem die Oberen Zehntausend wohnen oder die Borgo Marinaro an der Amalfiküste. Da ist aber auch der „Palazzo Kimbo“, ein achtstöckiger Sozialwohnungsbau in Bahnhofsnähe. Da ist [...] eine queere (Nacht-)Kultur einer sichtbaren und stolzen LGBTIQ*-Community. Da ist aber auch eine Jugend, die unter hoher Arbeitslosigkeit leidet und sich im Nachtleben abzulenken sucht.“

Text via #linktree oder hier: https://thelittlequeerreview.de/alles-an-ihr-ist-extrem

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Das Buch zum Ende der Parlamentarischen aka Politi Das Buch zum Ende der Parlamentarischen aka Politischen Sommerpause: Wer im politischen Berlin (über-)leben will, braucht ein dickes Fell. Einen Roman über diesen Politbetrieb hat der Autor Christoph Peters mit „Der Sandkasten“ geschrieben, der den fiktiven Hauptstadtjournalisten Kurt Siebenstädter begleitet.

Ein Auszug aus der Rezension:
„Siebenstädter ist – wie heißt es so schön – mit allen Wassern gewaschen, entlockt Ministern und Abgeordneten gerne einmal ein ungewolltes Statement oder träumt von Affären mit Kolleginnen oder Politikerinnen (manchmal bleibt es auch nicht bei den Träumen). Er ist Ehemann und Vater einer pubertierenden Tochter, die für ein Jahr in die USA gehen möchte und mit rund fünfzig Jahren lange genug im Business dabei, um zu wissen wie – noch so eine Metapher – der Hase läuft.

[...]

Christoph Peters […] hat also einen Roman geschrieben, der sehr deutlich auf eine Figur zugeschnitten ist. Alles, was wir lesen, ist in Kurt Siebenstädters Kopf oder er erlebt es selbst und wir erleben es mit ihm. Wir fühlen die Scham und Unlust, wenn er den beliebten Gesundheitspolitiker mit Lauterbachanleihen zufällig in der Bahnhofsdrogerie trifft, kurz bevor er mit demselben zu einem Hintergrundgespräch verabredet ist. Sein Paarungstrieb ist auch in der Realität omnipräsent (wie sagte einst ein Bekannter über den Bundestag: ‚Willkommen im größten Puff der Republik!‘). [...]

Wie grausam und skrupellos das sein kann, wie in der Hauptstadt manipuliert und intrigiert wird, wie aber auch an anderer Stelle wieder zusammengehalten und die Scheuklappen hochgeschlagen werden, auch das erfahren wir in diesem Buch. Christoph Peters gibt seinem Protagonisten einen Charakter, den mensch mögen kann, aber beileibe nicht muss. Und einen, der mit den Konsequenzen seines Tuns konfrontiert wird.“

Ganzer Text via #linktree oder hier: https://thelittlequeerreview.de/schlangengrube-an-der-spree

#buchbesprechung #buchrezension #rezension #berlin #sommerpause #sommerloch #politik #schlangengrube #journalismus #ampel #koalitionsstreit #jensspahn #karllauterbach #roberthabeck #christianlindner#christophpeters #luchterhand #satire #familie #hauptstadt #lobbyismus #corona
Ho-ho-ho-hoe-hoe

Mit „Tangerine L.A.“ schließt der rbb heute die diesjährige rbb QUEER-Reihe mit einem ganz besonderen, poppig-queeren Screwball-Highlight mit Herz ab.

Aus der Rezension:
„Weihnachten auf dem Straßenstrich in Los Angeles: Frisch aus dem Gefängnis entlassen, muss die trans*Sexworkerin Sin-Dee Rella (Kitana Kiki Rodriguez) von ihrer besten Freundin Alexandra (Mya Taylor) erfahren, dass sie ihr Freund und Zuhälter mit der Cis-Frau Dinah (Mickey O‘Hagan) betrogen hat. Sin-Dee tickt aus und will Chester (James Ransone) zur Rede stellen. Zusammen mit Alexandra jagt sie durch die Straßen von Hollywood, um die beiden Missetäter:innen zu finden…

[…]

Zurecht wurde Tangerine L.A., der eine wilde, bunte und brutal-ehrliche queere Screwball-Comedy mit ganz viel Herz ist auf dem Sundance-Filmfestival stürmisch gefeiert. Ebenso ist der Film, dessen Soundtrack sich Baker vorrangig auf Soundcloud zusammensuchte, der erste, für den eine Oscar-Nominierungskampagne für trans*Schauspielerinnen gefahren wurde.

Kitana Kiki Rodriguez und Mya Taylor geben in der Tat eine famose Leistung ab, was insbesondere beachtlich ist, wenn mensch bedenkt, dass sie nicht wirklich über Schauspielerfahrung verfügten. Regisseur Sean Baker traf sie in einem LGBTQ*-Zentrum an erwähntem Santa Monica Boulevard. Die Chemie zwsichen den beiden Hauptdarstellerinnen stimmt und dass persönliche Geschichten und Erlebnisse Einzug in diese wunderbare queere Dramedy fanden, gibt Tangerine L.A. noch einen beinahe semi-dokumentarischen Einschlag.“

Ganzer Text via #linktree oder hier: https://thelittlequeerreview.de/ho-ho-ho-hoe-hoe

[Fotos: © rbb/Magnolia Pictures]

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Ein Atlas der Klänge? Klingt erstmal komisch und Ein Atlas der Klänge? Klingt erstmal komisch und ungewöhlich, steckt aber voller Wunder, ist vielseitig und -schichtig sowie sprachlich und wissenstechnisch eine große Freude. Warum das Buch von Michaela Vieser und Isaac Yuen eine der Sachbuch-Empfehlungen des Jahres ist, erläutert unser Rezensent.

Ein Auszug:
„Denn mitnichten tritt ein Klangphänomen nur an einem Ort auf, von Ausnahmen einmal abgesehen. Diese sind aber entweder quasi personalisiert, so wie die Arbeiten Jacob Kirkegaards, der mit dem Opus Mors den ersten und einzigen entomologischen Bericht zur Gerichtsmedizin vorgelegt hat und damit eine ‚Meditation des Lebens begeht‘ (und auch wenn das aus einem anderen Kapitel kommt, gilt: Vergänglichkeit ist nicht gleich Leblosigkeit), wie Vieser und Yuen schreiben. Oder aufgrund von Bauwerken oder singulärer Ereignise beziehungsweise spezieller Gegebenheiten örtlich gebunden, wie etwa das Taos-Brummen in New Mexico, USA, oder die Pyramide von Merkinė in Litauen, die Povilas Zekas erbaut hat, weil eine Erscheinung es ihm auftrug.
[…]
Was Vieser und Yuen in ihrem ungewöhnlichen Atlas hervorragend miteinander verknüpfen, sind Sätze, auf die manch Buchpreis-Nominierte*r und/oder -Prämierte*r neidisch werden dürfte mit wissenschaftlichen Erkenntnissen und Fakten zum Forschungsstand, Einlassungen zu politischen Gegebeneheiten, vielen, vielen Gedanken zu Leben und Tod, Bestehen und Vergänglichkeit, feinen und sehr spitzen Spitzen sowie sanften Ermahnungen an uns als menschliche Wesen, die, machen wir uns mal nichts vor, am Ende doch irgendwie nur Gast auf diesem Ball sind, den wir Erde nennen. Ein Gast, der sich nicht besonders gut verhält dazu.“

Ganzer Text via #linktree oder hier: https://thelittlequeerreview.de/eine-kulturgeschichte-der-klaenge

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