Veganes Deo in den Briefkasten? Kann das was? Aber auf jeden Fall! 

Wild Refill macht nicht nur, was es soll, es macht auch noch Spaß. Und dass mensch das über ein Deo sagen kann ist doch schon mal ein Punkt für das Produkt. Mit Nachhaltigkeit, der Vermeidung von Mikroplastik und dem komplett plastikfreien Refill aus Bambus punkten sie dann noch weiter. 

Brauchen wir das? Um es kurz zu machen: Klares Ja! 

Warum? Nun dafür müsst Ihr dann schon mehr lesen. 

Vor einiger Zeit kam der Schreiber dieser Zeilen aufgrund einer Erkrankung in den Genuss weitschweifender Blutuntersuchungen, die u. a. einen immens erhöhten Aluminiumwert auswiesen und die ärztliche Empfehlung war umgehend auf Deo ohne Aluminiumsalze umzustellen. Na das sollte doch kein Problem sein. Könnte mensch denken, war es aber nicht. Egal ob richtig teures Bioprodukt oder Eigenmarke vom Drogeriefachmarkt, schlussendlich haben sie alle im Laufe eines normalen Arbeitstages aufgegeben. Da war es nicht die Frage ob, sondern nur wann der Iltis aus der eigenen Achsel kriecht und sich nicht nur in der meiner Nase einnistet. Nachlegen bringt ja dann auch eher nicht die Rettung und Waschen, trocknen und neu belegen geht auf dem Herrenklo im Büro auch nur so bedingt. 

Unboxing als Fest… // Foto: © Frank Hebenstreit

Wer einmal in den Genuss eines wirklich echten Komplettschutzes für den Tag kam, der möchte das doch gern auch wieder erreichen. Schließlich ist die Werbung voll von diesen 24h, 48h oder gar 72h Stunden Schutz. Wobei wenn man im Sommer einmal einen so richtig vollen Bus bestiegen hat, weiß man, es gibt zu viele Menschen die dieser Werbung blind vertrauen. Also galt es den Feldversuch selbst zu starten. 

Nachdem die ersten drei Markenprodukte zackig durchgefallen waren, sollten mal Eigenmarken von Drogerieketten zeigen, was sie konnten und haben geloost. Also testete ich mit schwindender Lust immer weiter. Bis dann vor fast 1 Jahr dieses Wild Refill mein Eycatcher wurde. OK das lag damals eigentlich an dem Deohalter im Pridedesign. Ja schon cool, aber noch ein Versuch? Irgendwann kommt man ja an so einen Punkt, an dem man denkt, es reicht. Aber ein lieber Freund aus Belgien sagt so schön „everything happens for a reason“, alles hat also seinen Grund. Na dann. 

Geschütztes Deo

Je länger man sich die Seite durchliest, die haben Spaß am eigenen Produkt, und irgendwie erfüllte es alles was ich beachten sollte. Na denn man ran und siehe da, einige Tage später liegt ein kleines Päckchen im Briefkasten. Mein Pridehalter und drei Nachfüller. Unboxing ein wirkliches Entdecken und Vergnügen. Job done! 

Der Halter liegt gut in der Hand, das Nachfüllen ein Klacks und die Deo-refills sind gut geschützt. Deckel ab und Probeschnüffeln musste einfach sein, bei allen. Angenehm und nicht zu heftig. Schon beim ersten meiner drei Düfte geht’s los: Fresh cotton Seasalt, ich glaub ich riech frische Wäsche am Meer oder so. Da dreht schon allein aufgrund des Namens das Gehirn ab und suggeriert mit der Nase zusammen einen Kurzurlaub. 

Stolz // Foto: © Frank Hebenstreit

Aaaaber halt, vor die echte Begeisterung hat die Natur den Schwitztest gelegt. Und dabei ging es ordentlich zur Sache. Mit dem Fahrrad morgens ins Büro, nachmittags wieder zurück und dann am besten noch Termine. Erster Tag: hält, was es verspricht. Aber wir sind ja noch nicht am Ende. Tägliches Programm, mit allem im Alltag, was das Deo herausfordert. Kurze Anstrengung, Aufräumen von Keller bis Dachboden, Außenbereich pflegen, Vorträge halten, im Publikum sitzen oder auch in engen und vollen Zügen reisen. Ausgreifende Hunderunde oder Wärme, Sonne und Hitze im Urlaubsland, alles kein Problem. 

Keine Axel-Itlisse mehr

Aber das ist ja sogar wissenschaftlich erforscht, wobei sich die Testanordnung des so genannten Sniff Test schon wirklich witzig liest. Ich gebe allerdings zu, es ist für mich eigentlich keine Option unter einer meiner Achseln das Deo wegzulassen. Das möchte ich wirklich niemandem zumuten, noch nicht mal aus wissenschaftlichem Interesse. Jemandem nach einem ganz beschäftigten Tag meine undeodorierte Achseln hinhalten, egal ob wir uns kennen oder nicht? Himmel hilf. Aber danke an die Tester, denn sie hatten da schon festgestellt, was ich selbst zu ertesten hoffte und tatsächlich auch feststellen durfte. 

Der Test zieht sich hin und ich verbrauche mein Testpaket. Hat irgendwie ganz schön lange gehalten… Ein kleines Manko, die Masse des Deos die am Ende noch im Halter bleibt erscheint auf den ersten Blick Verschwendung, ist aber offensichtlich der ausgeklügelten Halterstruktur geschuldet. Hat irgendwie was von diesem „einen Tod muss man sterben“ und ich bin so frei, bevor ich dem Axel-Iltis Freilauf gebe, da lasse ich lieber etwas unbenutztes Deo in die Tonne gehen. 

Mein Fazit: Mein Deoproblem ist gelöst. 

Dieses Wild Refill pflegt und schützt gleichermaßen und ich tu auch noch was für die Umwelt, ohne Tierversuche und kann mich also jeden Morgen beim sanften Streichen des Deodorants über meine Achselhaut als Vorbild und umweltbewusster schwuler Mann fühlen. Ich nehme meine Verantwortung für mich und die Welt ernst. 

Ihr musstet jetzt lachen? Ich auch. 

Klarer Gewinner // Foto: © Frank Hebenstreit

Aber ernsthaft, wenn es doch so leicht ist, dann lassen wir es und doch einfach liefern. 

Das vegane Deo, in den Briefkasten, das echt was kann. 

Edit: ich habe meinen Mann angefixt und jetzt stehen schon drei Deohalter bei uns. Ach ja und wir haben jetzt alle Düfte. Die müsst Ihr echt mal riechen. Ich mag sie echt alle.

Frank Hebenstreit

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