Matinee und Ade?

Kürzlich haben wir euch ausführlich die diesjährigen für den Deutschen Sachbuchpreis nominierten Autor*innen und Titel vorgestellt. Heute Vormittag hatten sie alle die Gelegenheit im Rahmen einer Matinee im Berliner Humboldt Forum ihre Bücher genauer vorzustellen, ins Gespräch zu gehen und auch beim Publikum noch einmal für sich zu trommeln. 

Etwas, das bei der Bandbreite der Titel insofern leicht fallen dürfte, als dass für jede*n etwas dabei sein könnte. Für jene, die gern breitgefächert lesen, ja, da könnte beinahe jeder Titel ansprechend sein. Wenn es auch, darauf soll noch einmal hingewiesen sein, bei fast allen Büchern eine hohe Zugangsschwelle geben dürfte; dazu hatten wir auch hier bereits geschrieben.

Hier nun die Titel

Natan Sznaider: Fluchtpunkte der Erinnerung; Carl Hanser 

Bettina Baltschev: Am Rande der Glückseligkeit; Berenberg 

Stephan Malinowski: Die Hohenzollern und die Nazis; Propyläen 

Ludwig Huber: Das rationale Tier; Suhrkamp 

Alice Bota: Die Frauen von Belarus; Berlin Verlag 

Steffen Mau: Sortiermaschinen; C.H.Beck 

Stefan Creuzberger: Das deutsch-russische Jahrhundert; Rowohlt 

Samira El Ouassil und Friedemann Karig: Erzählende Affen; Ullstein 

Und nun? Nach der Matinee? Trommelwirbel: Morgen um 18:00 Uhr findet die Preisverleihung – die Vergabe obliegt der Stiftung Buchkultur und Leseförderung des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels – ebenfalls im Humboldt Forum statt. Dort sprechen unter anderem Kulturstaatsministerin Claudia Roth (Bündnis 90/Die Grünen), Jurysprecherin Tania Martini (Redakteurin für das Politische Buch und Geisteswissenschaften in der taz), Börsenvereinsvorsteherin Karin Schmidt-Friderichs und Prof. Dr. Hartmut Dorgerloh, Generalintendant des Humboldt Forums. Das Feine daran: Die Verleihung kann sowohl vor Ort als auch im Livestream und ebenfalls im Deutschlandfunk Kultur verfolgt werden. 

Einstieg in Sachbücher

Doch auch danach sollte nicht unbedingt Schluss sein. Es kommen immer stärkere – auch was den Umfang angeht – Sachbücher auf den Markt, die gern auch einen erzählerischen Ton einschlagen. Insofern ist es zu wünschen, dass die Leser*innen ihre Berührungsängste vor Sachbüchern ablegen – es sind keine Schulbücher. Von den Nominierten bietet vor allem Am Rande Glückseligkeit von Bettina Baltschev (bei Berenberg) einen Einstieg auch für Fans von Belletristik.

Hier könnt ihr die von Shelly Kupferberg, Hadnet Tesfai und Jörg Thadeusz moderierte Matinee anschauen (und für heute Abend empfehlen wir den Tatort: Liebeswut). Unsere Spannung jedenfalls steigt und Vermutungen, wer den Preis holen dürfte, haben sich (auch durch die Lektüren) hier und da verschoben. 

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