Abfließende Orgasmen

Es reicht. Es ist einfach genug. All diese Idiot*innen sind kaum mehr zu ertragen. Und Fuck gendern, das braucht nieMANNd. Bücher könnten viel weniger dick sein (und dann muss ich sie noch nach einer stressigen Frankfurter Buchmesse in einer verspäteten Bahn lesen), wenn nicht diese kapitalistisch-jüdische Political Correctness regieren würde, auf die sich all diese Verlagsnutten einlassen. Irgendwann ist doch der Punkt erreicht, an dem es einfach nicht mehr geht…

„Es sei kein Genuss…“

…und nee, ich möchte mich nicht auf eine gute alte Zeit besinnen. „Nostalgie ist was für Loser“, schon klar. Aber wir müssen doch nicht nostalgisch sein, um klug zu sein. Aber wer ist schon klug? Am Ende halten wir uns für klug, sind’s aber nicht. Also außer ich. Aber der Rest halt nicht. 

Der Rest weiß nichts mit dem eigenen Leben anzufangen und fragt sich: Was ist eigentlich, wenn mich ein vielleicht schwuler Künstler schwängert und ich dieses eingespritzte „Kunstwerk“ nicht behalten will? Oder doch, aber nicht in der eigenen Hütte? Apropos Hütte – wer kuratiert denn bitte Geld, das verschenkt werden soll? Sind wir bei den f**king Grünen? Oder noch schlimmer Sebastian Kurz?

„Es lebe die freie Marktwirtschaft“

Apropos Kurz: Ich denke nicht, dass der einen Kurzen hat. Das tut hier aber nichts zur Sache. Zur Sache tut es, dass dieses optisch aufdringliche Buch namens Die Kuratorin (ihr habt das Titelbild gesehen, wer nicht farbenblind ist, ist klar im Nachteil) von Norbert Maria Kröll extrem kluge und beinahe nachdenkliche Sachen über Sachen zu sagen hat. Also den Zustand, dieser nicht besser werdenden Welt. Über Frauen. Aber auch über Menschen. Weil Frauen sind keine Menschen. 

Sie sind Reproduktionsmaschinen, die sich einfach nur zu schwer tun, das endlich mal anzuerkennen. Die Politik – egal ob in Österreich oder Deutschland – hat das schon lange erkannt. Das jedenfalls scheint mir der einzige Grund zu sein, warum sich kaum etwas ändert. Da können irgendwelche hysterischen Weiber rumbrüllen – versteht doch bitte einfach endlich mal, wo euer Platz ist!

„Patriarchaler Wichser“

Wenn ihr das nämlich nicht tut, solltet ihr ganz genau wissen, dass der nächste Scheiterhaufen nicht weit ist. Und ihr braucht überhaupt nicht zu versuchen, eure garstige Weiblichkeit als Zugang zu heterosexuellen Missbrauchsopfern von Priestern zu kaschieren. Wer, bitteschön, hat den Haslinger denn nicht gelesen? 

Für wie klug hältst Du Dich eigentlich, Regina? Hmm… nur weil Du nach dem nächsten Rotwein feststellst, dass Deine ganzen plastischen Selbstmordfantasien vielleicht und eventuell nicht nur was mit Verlustängsten, sondern auch einer aufoktroyierten Unsicherheit zu tun haben? Na Glückwunsch, dass Du eins und eins addieren kannst und daraus Eierstöcke machst.

„Dahinter liegt freilich eine hohle Sexyness“

Für wen hältst Du Dich eigentlich, uns Schwanzträgern zu erläutern, wie die Welt zu funktionieren hat? Und dann wirst Du auch noch pathetisch – scheiß „zart gewobener Seidenschal, den [man] nicht beiseite schieben kann.“ Hältst Du Dich neben einer Kuratorin noch für eine Philosophin?

Du hast ja ach so kluge Sachen zu sagen. Banksy? Wirklich? Wieso machst Du den so runter? Banksy ist der beste und kreativste Künstler nach Andreas Gabalier. Und – diese Frechheit zu besitzen – Jesus zu beleidigen? Geht’s noch? Die einzigen Personen, die auf den Gedanken des Christentums rotzen dürfen, sind Männer in Kleidern.

„Kapitalismus abschaffen ist nur ein Märchen“

Ja, vielleicht hättest Du, statt auf das Schulsystem zu scheißen, einfach mal aufmerksamer in der Schule sein sollen. Blöde Fut. Das einzig Sympathische an Dir ist Dein Umgang mit Katzen. Und Hundescheiße. Aber ja, all das wird an Dir abprallen, weil Du Dich selber auf einen Podest gestellt hast. Da erinnerst Du mich an Salonfähigkeit. Die ist auch vom blinden Ego getrieben.

Ich weiß ganz genau, wie Du gerade guckst mit Deinen roten Hexenhaaren und vermutlich glaubst Du noch, dass Du für den Preis der Leipziger Buchmesse in Betracht kommst, oder? Phh… „aber dem Verständnis einer Kuratorin sind wohl Grenzen gesetzt.“ Wieso hat eigentlich nicht Marvin dieses Buch geschrieben? Ach ja, der hat nichts zu Wesentliches zu sagen.

AS

PS: Falls jeMANNd unbedingt die Stimme einer Frau zum Buch haben will – da (kata____lovic hatte schon an anderer Stelle über Sex geschrieben. Scheint ihr Ding zu sein. Frauen…). 

Eine Leseprobe find ihr hier.

Norbert Maria Kröll: Die Kuratorin; 1. Auflage, September 2022; Hardcover mit Schutzumschlag und Lesebändchen;  304 Seiten; ISBN 978-3-218-01336-9; Kremayr & Schreriau, 24,00 €

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